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… das Blog über die DTM 2016

August 23, 2016
von Erich Hirsch
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Audi-Pilot Mortara: Alles ist drin

Edoardo Mortara in DTM Moskau 2016 (c)Audi

Audi-Pilot Edoardo Mortara wahrte in Moskau seine Titelchancen mit den Plätzen acht und sechs. Der Schweizer mit italienischen Wurzeln zeigte gerade beim zweiten Rennen eine beeindruckende Aufholjagd, als er von Startplatz 17 aus bis in die Top Ten fuhr. Im Interview spricht der 29-Jährige über private Dinge, seinen Ausflug in die GT-Szene und die Titelchancen in der DTM.

Geburt Ihrer Tochter, 24 Stunden Spa, ein Sieg im Audi R8 LMS Cup in Asien und die DTM in Russland – Sie haben seit Zandvoort viel erlebt …

Mortara: „Zunächst einmal muss man das Private vom Arbeitsleben trennen. Die Geburt unserer Tochter Sofia am 19. Juli war eine ganz große Sache für meine Frau und mich. Auf der sportlichen Seite durfte ich ein paar GT-Rennen fahren, die mir immer sehr viel Spaß bereiten. Beim 24-Stunden-Rennen in Spa bin ich zum ersten Mal gestartet. Das ist ein tolles Rennen mit einer großartigen Atmosphäre. Auch das Team war klasse. Mein Einsatz im Audi R8 LMS Cup für Phoenix Racing Asia in Sepang lief ebenfalls sehr gut. Ich hatte also eine gute Zeit.“

Zurück in der DTM: Warum hat sich Audi auf dem Moscow Raceway in beiden Qualifyings so schwergetan?

Mortara: „Ganz ehrlich: Ich hatte schon immer den Eindruck, dass BMW mit uns gespielt hat und sie an diesem Wochenende ihr wahres Potenzial gezeigt haben. Aber wir müssen auch analysieren, warum wir im Qualifying – speziell am Sonntag – so weit weg von der Musik waren. Das Problem müssen wir eher bei uns suchen als bei den anderen.“

Die beiden Rennen waren höchst unterschiedlich mit Regen am Samstag und der Aufholjagd am Sonntag. Ihre Bilanz?

Mortara: „Ich glaube, ich habe in beiden Rennen eine starke Leistung gezeigt. Am Samstag hätte ich noch etwas weiter vorne ins Ziel kommen sollen, aber ich bin zufrieden, dass ich in beiden Rennen Punkte gesammelt habe.“

Am Sonntag haben Sie jede Menge Autos überholt. Was war das beste Überholmanöver?

Mortara: „Schwer zu sagen. Ich hatte auch am Samstag schon ein paar gute Manöver. Am Sonntag hat es sehr viel Spaß gemacht, von hinten zu starten und bis auf Platz sechs nach vorn zu fahren.“

Wie war die letzte Kurve aus Ihrer Sicht?

Mortara:Ich habe versucht, noch einen Platz gutzumachen. Leider hat es nicht funktioniert. Robert (Wickens) ist sehr fair gefahren, ich wollte keinen Kontakt mit ihm. Am Ende sind wir nebeneinander mit 0,0 Sekunden Abstand über die Linie gefahren …“

Was ist mit 30 Punkten Rückstand auf Marco Wittmann in den letzten sechs DTM-Rennen noch möglich?

Mortara: „Alles.“

August 21, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Kampf bis zur Ziellinie, die Stimmen aus Moskau

Motorsports: DTM race Moskau 2016 (c)Mercedes

Hart erkämpfter fünfter Platz für Mercedes-AMG DTM-Fahrer Robert Wickens im Sonntagsrennen in Moskau. Der Sieger des ersten Laufs am Samstag lag lange Zeit auf Podestkurs, bis er wegen einer Beschädigung seiner Aerodynamik und dem Ausfall seiner Servolenkung auf Platz fünf zurückfiel.

Hier die Stimmen aus dem Mercedes-Lager:

Robert Wickens (5. Platz): „Ein bittersüßes Rennen für mich. Ich lag lange als Dritter hinter Blomqvist, aber dann bekam ich ab der achten Runde Schwierigkeiten mit der Lenkung. Sie wurde immer schwergängiger und ich hatte sogar Vibrationen. So ab der zehnten oder zwölften Runde fiel die Servolenkung dann komplett aus. Danach hatte ich richtig zu kämpfen. Zudem trug ich bei einer Berührung mit Martin Tomczyk nach meinem Boxenstopp eine Beschädigung an meinem Auto davon. Er bremste absichtlich auf der Geraden und an Stellen, an denen man nicht bremsen sollte, um mich aufzuhalten. Ich versuchte, ihn außen zu überholen, aber er lenkte einfach nicht ein und fuhr geradeaus. Der daraus resultierende Schaden kostete mich mehr Rundenzeit als die Probleme mit der Lenkung. Ohne Servolenkung und mit weniger Abtrieb war es dann verdammt schwierig, mich vor den anderen Fahrern zu halten. Am Ende kann ich aber noch zufrieden sein, da ich teilweise gar nicht glaubte, dass ich es bis ins Ziel schaffen würde. Dani ist für mich der Held des Rennens. Ich kann ihm gar nicht genug für seine Unterstützung danken. Ohne ihn wäre ich nicht in die Punkte gekommen. Beim Duell mit Edoardo Mortara in der letzten Kurve war mir klar, dass es richtig eng werden würde. Aber ich habe großen Respekt vor ihm. Wir sind schon in der Formel 3 gegeneinander gefahren und kennen uns sehr lange. Unsere Zweikämpfe sind schon immer sehr sauber verlaufen.“

Lucas Auer (10. Platz): „Das war ein hartes Rennen. Aber zehnter Platz im Qualifying, zehnter Rang im Rennen und damit zweitbester Mercedes-Fahrer – das passt an so einem Tag schon. Im Vergleich zu gestern habe ich einen großen Sprung gemacht. Trotzdem war es nicht zu 100 Prozent unser Wochenende. Aber wenn ich an einem Wochenende, an dem ich nicht komplett zufrieden bin, immerhin noch Punkte mitnehme, dann bin ich doch ein wenig happy. Allerdings müssen wir jetzt hart arbeiten, damit wir am Nürburgring wieder weiter vorne mitmischen können.“

Daniel Juncadella (12. Platz): „Insgesamt war es ein guter Tag für mich. Endlich hatte ich ein normales Qualifying ohne Zwischenfälle oder Probleme. Im Rennen hatte ich einen guten Start, konnte mich aber nicht weiter verbessern. Im ersten Stint fuhr ich hinter Bruno, den ich auf der ersten Runde nicht überholen konnte. Dann hatte Robert leider ein Problem und ich versuchte, ihn zu verteidigen, weil er sehr mit dem Auto zu kämpfen hatte. Am Ende holte ich dann zwar keine Punkte, aber in einem Team hält man in solchen Situationen im Titelkampf einfach zusammen.“

Christian Vietoris (14. Platz): „Das war leider nicht mein Wochenende. Bis zu diesem Rennwochenende waren wir überall recht stark. Jetzt hat es uns einmal getroffen. So ist der Rennsport eben manchmal. Von meinem Startplatz ist Rang 14 noch ganz versöhnlich. Aber ich freue mich jetzt schon auf den Nürburgring. Dort wollen wir es dann wieder zu unserem Wochenende machen.“

Maximilian Götz (16. Platz): „Mit dem Qualifying war ich eigentlich ganz zufrieden. Aber wenn man im Rennen acht Plätze verliert, ist das natürlich nicht schön. Bis zum heutigen Rennen war ich das gesamte Wochenende über immer in den Top-10. Nur im zweiten Rennen lief es leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich musste mich stark nach hinten verteidigen und habe dadurch viel Zeit verloren. Zudem habe ich eine Strafe kassiert für einen Zweikampf mit Mortara. So konnte ich mein Ziel, in die Top-10 zu gelangen, leider nicht erreichen.“

Gary Paffett (18. Platz): „Der Tag verlief heute ganz anders als gestern. Wir bekamen das Auto heute Vormittag nicht so richtig fürs Qualifying hin. Ich kämpfte mit dem Grip und hatte somit nicht die nötige Pace. Von so weit hinten ist es im Rennen dann sehr schwierig. Ich war mittendrin im Feld und hatte immer noch keine besonders gute Pace. Wie gesagt, es war leider das genaue Gegenteil zu gestern. Jetzt müssen wir am Nürburgring zurückschlagen.“

Paul Di Resta (20. Platz): „Das war ein etwas chaotisches Rennen. Wir hatten einen guten Speed, aber dann kam es zur Kollision mit Timo Glock. Es war eine 50:50-Situation. Er ließ die Tür offen, ich stach rein und dann hat er sie wieder zugemacht. Da konnte ich mich nicht in Luft auflösen. Danach war das Rennen für mich gelaufen. Schade, denn wir hatten heute den Speed für Platz drei.“

Felix Rosenqvist (21. Platz): „Mein Start war richtig gut. Dadurch konnte ich auf der ersten Runde einige Positionen gutmachen. Danach hing ich hinter einigen anderen Autos im Verkehr fest und konnte sie leider nicht überholen. Dann wurde ich überholt und neben die Strecke gedrückt. Dabei habe ich mit meinen Reifen viel Dreck aufgesammelt und in Folge dessen etliche Positionen verloren. Das war es dann für mich. Hoffentlich läuft es nächstes Mal besser.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: „Nach dem Qualifying haben wir uns ehrlich gesagt mehr erwartet, aber heute lief es einfach nicht für uns. Ich muss den Hut vor Robert ziehen. Ohne Servolenkung das Rennen zu Ende zu fahren und somit wichtige Punkte mitzunehmen war eine starke Leistung. So gut der Tag gestern für uns verlaufen ist, so enttäuschend war er heute. Wichtig ist, dass wir in der Fahrerwertung den Abstand zur Spitze über das Wochenende verkürzen konnten.“

August 21, 2016
von Erich Hirsch
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Audi: Mortara begeistert mit Aufholjagd

Audifahrt in Moskau(c)Audi

Was für ein Rennen von Edoardo Mortara: Der Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline kämpfte sich mit seinem Audi RS 5 DTM im zweiten Sonntagsrennen auf dem Moscow Raceway von Startposition 17 auf Rang sechs vor. Nach einem enttäuschenden Zeittraining zeigte Audi ein starkes Rennen. „Wir haben es im Zeittraining nicht geschafft, die Reifen auf den Punkt zum Arbeiten zu bringen“, sagte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Der richtige Kompromiss zwischen einer schnellen Runde im Zeittraining und der langen Renndistanz ist manchmal sehr schwierig. Wir müssen das genau analysieren.“

Mann des Rennens war dabei Edoardo Mortara. Der Schweizer mit italienischen Wurzeln machte schon in der ersten Runde fünf Positionen gut und begeisterte die Zuschauer auch in der Folge mit spektakulären Überholmanövern. In der vorletzten Runde verdrängte er Mercedes-Benz-Pilot Daniel Juncadella von Rang sechs. In der letzten Kurve attackierte Mortara auch noch Samstagssieger Robert Wickens und überquerte die Ziellinie in einem Fotofinish neben dem Mercedes-Benz. Ganze 67 Tausendstelsekunden fehlten Mortara auf dem Zielstrich zu Platz fünf.

„Es war ein gutes Rennen für mich, ich habe mein Bestes gegeben“, sagte Mortara nach seiner Aufholjagd. „Mit dem neuen Reifensatz hatte ich anfangs ziemlich zu kämpfen. Doch dann kam der Grip und ich konnte zu den Jungs vor mir aufschließen. Ich habe versucht, sie unter Druck zu setzen und das hat ziemlich gut funktioniert. Natürlich hat heute auch geholfen, dass ich einige Audi um mich herum hatte. Das war gutes Teamwork und ein schönes Gefühl.“

Unbelohnt blieb die Aufholjagd von Jamie Green, der nach dem Wechsel der Servolenkung mit leichter Verspätung in das Zeittraining gegangen war. Der Brite kam in den ersten Runden ähnlich schnell nach vorn wie Edoardo Mortara, verlor alle Chancen auf Punkte jedoch durch zwei Durchfahrtsstrafen – die erste aufgrund einer Kollision, die zweite, weil er in der Boxengasse zu schnell fuhr.

„Nach dem wirklich katastrophalen Qualifying haben wir es zumindest noch geschafft, vier Autos in die Punkte zu bringen“, so die Sonntagsbilanz von Dieter Gass. „Einige unserer Fahrer waren über weite Strecken sehr schnell unterwegs. Edo (Mortara) ist ein super Rennen gefahren. Er hat von Anfang bis Ende gekämpft und dabei keine Fehler gemacht. Aber natürlich können wir mit unserem Abschneiden heute insgesamt nicht zufrieden sein.“

August 21, 2016
von Erich Hirsch
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Stimmen von BMW aus Moskau

BMW_Sieger_Wittmann(c)BMW

Marco Wittmann hat im zwölften DTM-Rennen des Jahres auf dem ‚Moscow Raceway‘ seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und damit die Führung in der Fahrerwertung zurückerobert. Nach dem 19. Platz im Regenrennen am Samstag hatte Wittmann am Sonntag schon im Qualifying überzeugt und sich im BMW M4 DTM die Poleposition gesichert. Diese verwandelte er im 50. Rennen seiner DTM-Karriere souverän in den siebten Sieg. Für sein BMW Team RMG war es der zehnte Triumph im 60. DTM-Rennen. Zum 72. Mal in der DTM-Geschichte stand ein BMW Fahrer ganz oben auf dem Siegerpodest.

Hier die Stimmen aus dem Münchner Lager:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das ist heute ein Wahnsinns-Ergebnis für uns, gerade nach dem gestrigen Rennverlauf. Marco hat wirklich eine Top-Leistung gebracht und schon im Qualifying ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Sein Rennen war danach ebenso großartig. Aber auch hinter ihm haben Tom Blomqvist, Bruno Spengler, Augusto Farfus und Timo Glock tolle Rennen absolviert. Schade, dass die Konkurrenz einige unfaire Manöver gezeigt hat. Das muss in der DTM nicht sein. Kompliment auch an Maxime Martin für seine Aufholjagd vom Ende des Feldes, die trotz einer Durchfahrtsstrafe noch bis auf Platz 17 führte. Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass wir heute in allen drei Wertungen die Führung zurückerobern konnten. Dieses Ergebnis ist ein Grund zu feiern.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG):
„Wir sind extrem glücklich über dieses Ergebnis. Nach der Enttäuschung von gestern wussten wir, dass wir heute bei trockenen Bedingungen alles richtig machen müssen. Das ist uns bei Marco Wittmann gelungen, und wir konnten die richtige Antwort auf das Samstagsrennen geben. Kompliment an Marco zu seiner hervorragenden fahrerischen Leistung. Für Timo Glock tut es mir sehr leid. Sein Ausfall war völlig unnötig.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Herzlichen Glückwunsch an BMW zu diesem Vierfachsieg. Danke an BMW, an mein Team und an meine Fahrer für ein starkes Rennen. Tom Blomqvist hat eine sehr konstante Leistung gezeigt und sich das Podium verdient. Maxime Martin konnte leider aufgrund des Zwischenfalls im Qualifying sein Potenzial nicht zeigen. Deshalb bin ich mit der Ausbeute zwar zufrieden, aber nicht völlig glücklich, weil noch viel mehr möglich gewesen wäre.“

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): „Das Ergebnis tut dem gesamten Team gut. Die Saison ist bisher schwierig für uns verlaufen. Aber wir haben immer an uns geglaubt. Heute haben Bruno Spengler und Augusto Farfus bewiesen, was in ihnen steckt, und wir haben beiden ein Auto zur Verfügung gestellt, mit dem sie vorne angreifen konnten. Das Wochenende hat wieder einmal gezeigt, wie nah Glück und Pech im Rennsport beieinander liegen. Gestern im Regen hatten wir kaum eine Chance, heute im Trockenen haben wir Platz drei und vier geholt. So kann es gerne weitergehen.“

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): „Gratulation an BMW zu einem grandiosen Ergebnis. Für uns lief das Rennen am Sonntag leider sehr unglücklich. António fiel nach einer unverschuldeten Kollision zurück und konnte deshalb keine Punkte holen. Für Martin war es von den hinteren Startplätzen generell sehr schwierig, nach vorn zu kommen. Grundsätzlich konnten wir in Moskau nicht das Optimum aus unserem Paket herausholen. Jetzt müssen wir genau analysieren, woran das lag, denn dieses Wochenende war für uns enttäuschend.“

Marco Wittmann (So.: 1. Platz, Sa.: 19. Platz):
„Nach dem schwierigen Tag gestern war das heute wieder ein Rennen ganz nach meinem Geschmack. Ich konnte mir die Poleposition sichern und anschließend auch noch einen Start-Ziel-Sieg feiern. Dass wir mit BMW zugleich auch einen Vierfachtriumph einfahren konnten, ist einfach sensationell. Ich widme diesen Erfolg meinem Renningenieur, der heute 35 Jahre alt wird. Ich denke, ein besseres Geburtstagsgeschenk als einen Sieg kann es für ihn kaum geben.“

Tom Blomqvist (So.: 2. Platz, Sa.: 22. Platz): „Nach der Enttäuschung von gestern war das ein großartiges Ergebnis – nicht nur für mich selbst, sondern vor allem für das Team. Ich freue mich riesig über meinen dritten Podestplatz in dieser Saison.“

Bruno Spengler (So.: 3. Platz, Sa.: 15. Platz): „Es tut gut, wieder auf dem Podest zu stehen. Als Team haben wir eine schwierige Zeit hinter uns. Vor allem im Qualifying waren wir bisher nicht stark genug. Das haben wir heute verbessert – und dementsprechend auch ein super Rennen abgeliefert. Es freut mich besonders für meine Mechaniker, dass wir mit Rang drei endlich für unsere Arbeit belohnt wurden. Insgesamt war es mit den Plätzen eins bis vier ein toller Tag für BMW.“

Augusto Farfus (So.: 4. Platz, Sa.: 14. Platz): „Ich denke, dass wir heute gezeigt haben, was Teamwork bedeutet. Am Samstag lief es für uns gar nicht rund, aber wir haben daraus gelernt und alles herausgeholt, was möglich war. Ich hatte eine tolle Renn-Pace und habe gute Überholmanöver gezeigt. Und auch unsere Strategie ist voll aufgegangen. Ich bin ziemlich lange draußen geblieben, habe spät gestoppt. Das Ergebnis mit Platz vier zeigt, dass dies die absolut richtige Entscheidung war. Das Team hat eine gute Rennübersicht bewiesen. Das war ein tolles Beispiel für perfektes Racing.“

Maxime Martin (So.: 17. Platz, Sa.: 6. Platz): „Das war nicht mein Tag. Zunächst musste ich von Platz 24 ins Rennen gehen, dann habe ich auch noch eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Ohne diese Bestrafung wäre vielleicht trotz allem ein Platz in den Top-10 möglich gewesen. Damit hätte ich leben können. Aber es sollte nicht sein. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die nächsten beiden Rennen auf dem Nürburgring. Daran habe ich gute Erinnerungen.“

António Félix da Costa (So.: 19. Platz, Sa.: 20. Platz): „BMW hat uns nach dem schwierigen Samstagsrennen ein sehr gutes Paket zur Verfügung gestellt. Ich konnte mich damit auch als Zehnter qualifizieren und im Rennen in den Punkterängen fahren. Dann wurde ich jedoch von Jamie Green getroffen und bin weit zurückgefallen. Ich bin zwar noch weitergefahren, obwohl mein Auto beschädigt war, aber mein Rennen war mit diesem Zwischenfall eigentlich vorbei.“

Martin Tomczyk (So.: 23. Platz, Sa.: 21. Platz): „Über mein eigenes Ergebnis gibt es an diesem Wochenende leider nicht viel zu sagen. Deshalb gratuliere ich BMW zu diesem herausragenden Erfolg und zum tollen Comeback nach dem schwierigen Regenrennen am Samstag. Die gesamte Mannschaft hat wieder einmal enormen Teamgeist bewiesen. Darum bin ich so stolz, ein Teil der BMW Familie zu sein.“

Timo Glock (So.: Ausfall, Sa.: 11. Platz): „Ich für meinen Teil hatte hier das Glück nicht auf meiner Seite. Im Qualifying haben wir uns etwas mit dem Set-up verzockt und standen nicht so weit vorn, wie es vielleicht möglich gewesen wäre. Im Rennen war der Speed aber eigentlich recht gut. In der erste Runde ist mir jedoch Maxi Götz ins Auto gefahren, so dass zu den Vorderleuten eine Lücke entstand und ich aus dem DRS-Fenster fiel. Danach war eine Menge los, und ich steckte die meiste Zeit mitten im Verkehr. Irgendwann kam dann der Schlag von Paul di Resta. Keine Punkte aus Moskau mitzunehmen, tut natürlich weh. Aber für BMW und mein BMW Team RMG war es ein großartiges Ergebnis. Glückwunsch an Marco und die anderen Jungs.“

August 21, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Wie Phoenix aus der Asche, Vierfacherfolg in Moskau

BMW-Vierfachewrfolg in Moskau(c)DTM

BMW wie Phoenix aus der Asche. Marco Wittmann feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und holte sich die am Samstag verlorenen Tabellenführung wieder zurück. Hinter Wittmann komplettierten Tom Blomqvist, Bruno Spengler und Augusto Farfuß den Vierfacherfolg der Münchner. Nach dem Vierfacherfolg von Mercedes am Samstag schlug BMW mit dem gleichen Erfolg eindrucksvoll zurück. Samstagsieger Robert Wickens war als Fünfter bester Mercedes-Pilot, als Sechster kam Edoardo Mortara als bester Audi-Fahrer über die Ziellinie .

„Ein optimales Rennen, heute haben wir alles richtig gemacht“, jubelte Wittmann, der in Moskau seinen insgesamt siebten DTM-Erfolg entgegenfuhr. „Wir haben heute gut zurückgeschlagen“, ergänzte der Tabellenführer. Der DTM-Champion von 2014 fuhr von Beginn an einsam seine Kreise und entschädigte für das schwache Auftreten vom Samstag. Rückendeckung erhielt der Franke von Blomqvist, an dem sich Wickens in der Anfangsphase die Zähne ausbiss. Für Wickens kam es noch schlimmer, denn nach zehn Runden machte die Servolenkung schlapp.

Es war ein insgesamt packendes und turbolentes Rennen bei trockenen Bedingungen, wesentlich mehr Überholmanöver als das Regenrennen am Samstag prägten das Sonntagsrennen. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Audi-Titelkandidat Jamie Green (Audi), der nach zwei Durchfahrtsstrafen mit Platz 23 vorliebnehmen mußte. Zuerst schob er BMW-Pilot Antonio Felix da Costa von der Strecke, danach war er bei der anschließenden Durchfahtsstrafe in der Box zu schnell unterwegs, erneut eine Durchfahrtsstrafe. Zuvor sah es es vielversprechend für den Briten im Audi-Boliden aus, denn bis auf Rang sieben arbeitete sich Green nach eher schwachen Qualifying (Platz 19) vor.

Mann des Tages war neben Wittmann sicher Mortara, der nach Platz 17 im Qualifying mit dem Messer unter den Zähnen bewaffnet fast durchs ganze Feld pflügte und sich noch bis auf Platz 6 vorfuhr. Fast hätte Mortara noch in der letzten Kurve Wickens geschnappt, der mit kaputter Servolenkung 30 Runden lang Platz Fünf verteidigte. Platz sieben bis neun ging an die Audi-Piloten Nico Müller, Adrien Tambay und Mattias Ekström. Platz zehn und damit den letzten Wertungspunkt sicherte sich Mercedes-Pilot Lucas Auer.

Mit seinem zweiten Saisonsieg übernahm Wittmann wieder die Tabellenführung mit nunmehr 130 Punkten, dahinter folgen Wickens (118 Punkte) ,Green (104 Punkte) und Mortara (100 Punkte) auf die Plätze.

Ergebnis Moskau Rennen_2(c)DTM

 

 

 

August 21, 2016
von Erich Hirsch
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Gelungenes Debüt von Felix Rosenqvist

Felix Rosenqvist (c)Mercedes

Mercedes-Rookie Felix Rosenqvist hat seine Hausaufgaben gemacht – sogar mehr als das. Noch ist nicht zu 100 Prozent klar, ob der 24-jährige Schwede nach dem DTM-Wochenende in Moskau auch die ausstehenden drei Wochenenden der Saison 2016 bestreiten wird. Nach seinem zehnten Platz im Samstagsrennen in Russland – Rosenqvists Debüt-Vorstellung – wird Mercedes-AMG jedoch wohl kaum noch um ihn herumkommen.

Der amtierende Formel-3-Europameister feierte eine beeindruckende Premiere und wirkt, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan, als DTM-Rennen zu bestreiten, wie dtm.com meldet.

Felix, was war schwieriger? Deine ersten Runden im Freien Training am Freitagabend, oder das heutige Rennen?

Felix Rosenqvist: Es waren jetzt zwei lange Tage für mich hier in Russland. Es hat sich für mich absolut bestätigt, dass die DTM eine der am härtesten umkämpften Serien ist. Mitten in einer Saison dort einzusteigen, macht es nicht gerade einfacher. Ich glaube, es gibt einige Autos, in die ich einsteigen könnte und auf Anhieb sehr wettbewerbsfähig wäre. Aber so ein DTM-Auto ist schon etwas Besonderes. Es braucht viel Zeit und Erfahrung, um dieses Auto wirklich zu verstehen. Es hat mir persönlich sehr geholfen, dass es heute so verregnet war. Aus irgendwelchen Gründen fühle ich mich bei diesen Bedingungen sicherer, als im Trockenen. Aber auch gestern bin ich schon recht gut klargekommen. Deshalb war das heutige Rennen schon schwieriger – superrutschig, die Sicht sehr schlecht und die Wassermassen auf der Strecke enorm. Deshalb bin ich eher vorsichtig zu Werke gegangen und habe nicht wirklich attackiert.“

Moment, du hast dir doch sofort Timo Glock vorgeknöpft und dich lange gegen Edoardo Mortara und Jamie Green behauptet. Alles große Namen in der DTM. Viel Respekt schienst du nicht zu haben…
„Natürlich habe ich großen Respekt vor ihnen, schließlich weiß ich, dass sie in ihren Karrieren schon Großes geleistet haben. Aber zu Beginn war ich eben schneller als Timo und konnte ihn auch überholen. Ich hätte gerne auch Edoardo und Jamie hinter mir gehalten, doch da fehlte mir das nötige Selbstvertrauen. Ich wollte das Risiko nicht zu groß werden lassen und bin lieber auf Nummer sicher gegangen. Ich habe einen Punkt geholt, dass ist deutlich mehr, als ich jemals erwartet hätte. Das gibt mir Selbstvertrauen für das morgige Rennen. Vielleicht können wir uns ja verbessern.“

Mit ‚wir‘ meinst du in erster Linie dein Team. Wie läuft denn die Arbeit in der neuen Umgebung. Ist die Umstellung im Vergleich zur Formel 3 sehr groß und wie versteht ihr euch?
„Der ganze Apparat, das gesamte Netzwerk ist eben viel größer, als in den Serien, in denen ich zuvor an den Start gegangen bin. Es gibt jede Menge Meetings, sehr viele Informationen werden gebündelt und ausgewertet. Aber, am Ende des Tages habe ich doch das gleiche zu tun, wie zuvor auch. Du musst dein Feedback geben, um dabei zu helfen, das Auto zu verbessern. Dabei muss man sich natürlich mit den Mechanikern und Ingenieuren einspielen, was aber eigentlich reibungslos funktioniert – schließlich sind hier ausschließlich Profis am Werk.“

Was können wir nach diesem erfolgreichen Einstand am Sonntag hier in Russland von dir erwarten?
„Wenn die Bedingungen besser sind und die Strecke trocken, werde ich mich sicherlich schwerer tun, als es heute der Fall war. Die Prognosen sagen zumindest besseres Wetter voraus, es wird also nicht leicht werden. Ich kann einfach nur weiterhin alles in mich aufsaugen, viel lernen und auch auf trockener Strecke Erfahrungen sammeln. Wenn ich dann auf dem Nürburgring antreten sollte, kann ich dort schon selbstsicherer auftreten. Das wäre auch ein Kurs, den ich wesentlich besser kenne, als den Moscow Raceway.“

Deine Chancen dort erneut im Auto zu sitzen, dürften nun doch erheblich gestiegen sein?
„Wir haben über die Zukunft nicht gesprochen. Ich bin nach wie vor erstmal nur für Moskau vorgesehen. Aber, ich glaube, alle bei Mercedes sind über mein bisheriges Abschneiden sehr glücklich.“

Quelle.dtm.com

August 20, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Geballte Dominanz in Moskau

Robert Wickens (c)Erich Hirsch

Herausragende Mannschaftsleistung des Mercedes-Teams bei schwierigen, regnerischen Bedingungen in Moskau. Robert Wickens gewann das erste Rennen des Wochenendes vor seinen Markenkollegen Paul Di Resta, Gary Paffett und Maximilian Götz. Wickens schnappte sich mit seinem zweiten Sasionsieg den bis dato führenden BMW-Piloten Marco Wittmann die Tabellenführung weg.

Hier die Stimmen aus dem Mercedes-Lager:

Robert Wickens (1. Platz): „Das Auto war hier im Regen absolut fantastisch. Es fuhr sich den gesamten Tag vom Training über das Qualifying bis ins Rennen perfekt. Die Bedingungen zum Rennstart waren sehr schwierig. Es stand schon sehr viel Wasser auf der Strecke und ich konnte relativ wenig sehen hinter dem Safety Car. Als ich an Gary vorbei war, hatte ich aber super viel Grip und ein wahnsinnig schnelles Auto. Jetzt genieße ich dieses Ergebnis und konzentriere mich auf das zweite Rennen morgen.“

Paul Di Resta (2. Platz): „Das Qualifying verlief super und war heute der Schlüssel zu diesem starken Mannschaftsergebnis mit vier Mercedes auf den ersten vier Plätzen. Das ist einfach super. Heute haben wir die Früchte unserer harten Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten geerntet. So darf es gerne weitergehen – am liebsten natürlich morgen eine Stufe höher auf dem Podium.“

Gary Paffett (3. Platz): „Was für ein fantastischer Tag. Ich habe mich den gesamten Tag über super wohl gefühlt im Auto. Ich bin bei diesen Bedingungen kein übermäßiges Risiko eingegangen und das Team hat bei der Vorbereitung des Autos einen super Job geleistet. Auch bei Max müssen wir uns bedanken. Er hat uns hervorragend vom Rest des Feldes abgeschirmt. Unser Vorsprung auf die Konkurrenz war heute deutlich. Das ist für unser Team ein perfekter Start in die Rennen nach der Sommerpause.“

Maximilian Götz (4. Platz): „Endlich hat es geklappt. Platz vier ist mein bislang bestes DTM-Ergebnis. Vielen Dank an mein Team für das Vertrauen und meine Jungs, die das gesamte Jahr über hart gearbeitet haben. Heute ist der Knoten geplatzt und wir wurden dafür belohnt. Darüber bin ich sehr happy. Wir hatten von Beginn an einen guten Rhythmus. Angesichts des Regens sind wir im Qualifying ein gewisses Risiko eingegangen, das sich am Ende ausgezahlt hat. Daran sieht man mal wieder, dass das Qualifying das A und O in der DTM ist. Wenn man vorne startet, kann man auch an der Spitze mitfahren.“

Felix Rosenqvist (10. Platz): „Die Bedingungen waren den gesamten Tag über schwierig. Im Qualifying hat es noch nicht so sehr geregnet, aber vor dem Rennen regnete es dann noch einmal stark. Ich war sogar etwas überrascht, dass das Rennen gestartet werden konnte. Am Start ging ich auf Nummer sicher und versuchte, nicht in irgendwelche Zwischenfälle verwickelt zu werden. Danach fand ich zwar in meinen Rhythmus, musste aber Jamie Green und Edoardo Mortara ziehen lassen. Darüber war ich ein wenig enttäuscht. Aber Platz zehn ist ein großartiges Ergebnis für mein erstes DTM-Rennen unter so schwierigen Bedingungen. So gesehen bin ich damit sehr zufrieden.“

Lucas Auer (18. Platz): „Das war ein harter Tag für mich. Natürlich Gratulation an unser gesamtes Team zu diesem Vierfach-Sieg. Das war eine super Leistung. Persönlich hatte ich einen schwierigen Tag. Ich habe im Rennen früh gemerkt, dass ich nicht genügend Speed hatte. Ich habe zwar gekämpft, kam aber nicht weiter nach vorne. Dann bin ich das Rennen sauber zu Ende gefahren und konzentriere mich nun voll auf das morgige Rennen.“

Christian Vietoris (23. Platz): „Das Wochenende hat gestern gut angefangen. Leider habe ich mich heute im Nassen nicht ganz so wohl gefühlt. Unser Setup hat nicht zu diesen Bedingungen gepasst. Immerhin wissen wir jetzt, wie wir beim nächsten Mal in so einer Situation reagieren müssen.“

Daniel Juncadella (24. Platz): „Leider hat mir heute das nötige Glück gefehlt. Im Freien Training lief es gestern sehr gut. Auch heute hatte ich im 2. Training am Vormittag eine gute Pace. Aber im Qualifying steckte ich leider auf den letzten beiden Runden im Verkehr. Dadurch habe ich meine zwei Runden bei den besten Streckenbedingungen verloren und stand nur auf P22. Das war sehr schade. Im Rennen fiel mein Scheibenwischer nach einer Runde aus. Danach konnte ich in der Gischt kaum etwas sehen. Als ich alleine fahren konnte, war meine Pace aber sehr gut und ich bin die schnellste Runde des Rennens gefahren. Hoffentlich habe ich morgen wieder etwas mehr Glück.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef: „Das war ein perfekter Renntag. Platz eins bis vier und dann noch Felix in seinem ersten DTM-Rennen in den Punkten – sozusagen als Kirsche auf der Torte. Mehr kann man nicht erwarten. Gerade nach Zandvoort war es wichtig, heute zurückzuschlagen. Das haben wir geschafft und führen nun die Fahrer- und Herstellerwertung an. Danke an die ganze Mannschaft. Die Teamleistung heute war herausragend.“

August 20, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Schwieriges Rennen in Moskau

Maxime Martin in Moskau (c)BMW

Für BMW war das Russland-Abenteuer bisher nicht lohnenswert. Platz sechs für Maxime Martin war das beste Ergebnis für die Münchner, für den bisherigen Tabellenführer Marco Wittmann gab es mit Platz 19 eine große Enttäuschung, Tabellenführung an Wickens (Mercedes) verloren.

Hier die Stimmen aus dem BMW-Lager:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war für uns das erwartet schwierige Rennen. Schon nach den Ergebnissen im Qualifying war klar, dass es nicht leicht werden würde, im Rennen nach vorne zu kommen. Dann ist der Regen auch noch stärker geworden, und unsere Fahrer hatten Probleme, die Reifen auf die optimale Temperatur zu bringen. Maxime Martin ist das von allen noch am besten gelungen, deshalb hat er sich den sechsten Platz redlich verdient. Leider war das Rennen insgesamt relativ ereignislos. Hoffentlich wird morgen das Wetter besser, damit wir den Zuschauern eine bessere Show bieten können. Glückwunsch an Robert Wickens und Mercedes zum Sieg.“

Maxime Martin (6. Platz): „Das war ein hartes Rennen unter schwierigen Bedingungen. An einigen Stellen stand sehr viel Wasser auf der Strecke. Ich bin mit Platz sechs zufrieden, denn er bedeutet wichtige Punkte. Uns war schon vorher klar, dass wir im Regen nicht die Stärksten sein würden. Trotzdem ist es gut, Zähler mitzunehmen.“

Timo Glock (11. Platz): „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte. Punkte wären das Ziel gewesen. Aber am Anfang hatte ich einfach zu wenig Grip und bin nur herumgerutscht. So sind ein paar Leute an mir vorbeigekommen. Wir hatten im Rennen einfach keine gute Pace.“

Augusto Farfus (14. Platz): „Auf der Strecke haben für alle Fahrer schwierige Bedingungen geherrscht. Wir hatten nicht mit starkem Regen gerechnet und sind daher mit der Abstimmung ein Risiko eingegangen. Das hat sich nicht ausgezahlt. Im Trockenen allerdings sollten wir eine gute Pace haben. Daher würde ich mir wünschen, dass es morgen nicht wieder anfängt zu regnen.“

Bruno Spengler (15. Platz):
„Wir haben bei der Abstimmung einen Weg gewählt, der sich zu Beginn des Rennens, als viel Wasser auf der Strecke war, nicht ausgezahlt hat. Gegen Ende wurde es besser. Allerdings habe ich in der ersten Phase des Rennens zu viel Zeit verloren, um dann noch etwas ausrichten zu können. Aber morgen ist ein neuer Tag, da greifen wir wieder an.“

Marco Wittmann (19. Platz): „Ich konnte heute nicht viel ausrichten. Die ersten zehn Runden habe ich aufgrund der Gischt nicht viel gesehen. Ich hatte keine Möglichkeit zu attackieren, die Pace war einfach nicht da. Alles in allem war das ein enttäuschendes Rennen.“

António Félix da Costa (20. Platz): „Es war extrem hart heute. Unsere Reifendrücke waren zu Beginn eigentlich in Ordnung. Hinter dem Safety-Car sind sie dann aber etwas schlechter geworden, so dass wir dann mit dem Grip zu kämpfen hatten. Und das hat sich dann durch das gesamte Rennen gezogen.“

Martin Tomczyk (21. Platz): „Ich denke, dass wir heute alle zu kämpfen hatten. Nur Maxime Martin hat es für BMW in die Top-10 geschafft. Das ist sicher nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir können nur hoffen, dass es morgen trocken bleibt. Ansonsten wird es erneut sehr schwierig.“

Tom Blomqvist (22. Platz): „Eigentlich ist für mich in diesem Rennen nicht viel passiert. Leider bin ich schon am Ende des Feldes gestartet – und dort bin ich dann mehr oder weniger auch geblieben. Das Auto war eigentlich besser, als es dieses Ergebnis aussagt, aber ich kam im Rennen nicht weiter nach vorn. Es war sehr schwierig dort draußen. Zum Glück haben wir morgen eine zweite Chance.“

August 20, 2016
von Erich Hirsch
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Audi: DTM-Spitze rückt noch enger zusammen

Ekstroem-in-Moskau (c)Moskau

Nach dem ersten der beiden DTM-Rennen in Russland rückt die Tabellenspitze in allen drei Wertungen noch enger zusammen. In der Teamwertung eroberte das Audi Sport Team Abt Sportsline am Samstag auf dem Moscow Raceway den ersten Platz zurück. In der Herstellerwertung führt Mercedes knapp vor Audi, in der Fahrerwertung führt Moskau-Sieger Wickens vor Wittmann (BMW) und den beiden Audi-Piloten Green und Mortara.

Regen bestimmte am Samstag das Geschehen auf der Rennstrecke bei Moskau. Eine Vorentscheidung fiel dabei bereits im Zeittraining am Vormittag. Nachdem Audi lange um die Pole-Position kämpfte, musste sich Mattias Ekström im Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline am Ende als bester Audi-Pilot mit Startplatz fünf begnügen, die Titelaspiranten Jamie Green und Edoardo Mortara sogar nur mit den Positionen zehn und zwölf.

Aufgrund starker Regenfälle entschied die Rennleitung, das Feld hinter dem Audi R8 Safety-Car auf die Reise zu schicken. Damit gab es für die Audi-Piloten keine Möglichkeit, am Start Boden gutzumachen. Während Ekström nach der Freigabe des Rennens seinen fünften Platz behauptete, kämpften sich Jamie Green und Edoardo Mortara bei schwierigen Bedingungen auf die Plätze sieben und acht nach vorn und sammelten so wertvolle Punkte. Mit Timo Scheider auf Platz neun holte auch das Audi Sport Team Phoenix Punkte.

„Die Meisterschaft ist nach diesem Rennen noch enger geworden“, sagte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „In der Teamwertung liegen wir nun wieder vorne, in der Herstellerwertung nur fünf Punkte hinter Mercedes-Benz und in der Fahrerwertung hat Jamie (Green) lediglich vier Punkte Rückstand auf Robert (Wickens). Das wird am morgigen Sonntag sehr spannend. Nach dem für uns nicht optimal verlaufenen Qualifying war es schwer, von diesen Startpositionen mehr zu erreichen. Der Safety-Car-Start hat uns dabei auch nicht geholfen, denn der Start bietet im Regen mit die beste Überholmöglichkeit. Ich denke, wir haben das Beste aus den Startpositionen herausgeholt und im Rennen eine gute Teamleistung gezeigt.“

„Für mich war es leider kein besonders spannendes Rennen“, ergänzte Ekström. „Ich bin als Fünfter gestartet und als Fünfter ins Ziel gekommen. Das sagt alles. Ich hatte ein tolles Auto, aber wir lagen mit den Reifendrücken etwas daneben, weil wir auf eine abtrocknende Strecke gesetzt hatten. Deshalb hatte ich leider kaum Grip und war ziemlich machtlos.“

Bemerkenswert: Trotz der extrem schwierigen Verhältnisse auf dem Moscow Raceway kamen alle 24 gestarteten Fahrzeuge ins Ziel.

August 20, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes-Festspiele: Wickens siegt souverän im Regen von Moskau

Mercerdes-Erfolg_in_Moskau(c)DTM

Mercedes-Regenfestspiele auf dem Moscow Raceway. Mercedes-Pilot Robert Wickens gewinnt in Moskau sein zweites Saisonrennen bei strömenden Regen und übernimmt damit die Führung in der Meisterschaft. Hinter Wickens komplettierten Paul di Resta, Gary Paffett und Maximilan Götz einen Vierfacherfolg der Sternepiloten. Bester Audi-Pilot wurde Mattias Ekström als Fünfter, dahinter landete Maxime Martin als bester BMW-Pilot auf Platz sieben.

Nichts zu erben gab es für den bisherigen Tabellenführer Marco Wittmann (BMW), der mit einem schlechten Qualifying auf Platz 20 keine Chance auf Punkte hatte (Platz 19). Die beiden Audi-Speerspitzen Jamie Green und Edoardo Mortara wahrten ihre Titelchancen mit den Plätzen sieben und acht.

Einen glänzenden Einstand feierte Mercedes-Rookie Felix Rosenqvist mit Platz zehn, der gleich im ersten Rennen seinen ersten Meisterschaftspunkt holte. Dessen Markenkollege Götz feierte mit Platz vier sein bisher bestes Ergebnis in seiner DTM-Karriere.

Es war ein schwieriges Rennen für alle 24 Protagonisten, das Rennen wurde wegen des Regens hinter dem Safety-Car gestartet. Ab Runde vier ging es im Renntempo los und Pole-Setter Paffett ließ seinen Markenkollegen Wickens gleich vorbeiziehen, schließlich geht es für den Kanadier um den Titel. Wickens fuhr einen ungefährdeten und souveränen Sieg heraus und setzte ein mächtiges Ausrufezeichen im Titelkampf. Es war Mercedes erster DTM-Sieg in Russland. Auf Grund der schwierigen Streckenverhältnisse gab es kaum spektakuläre Überholmanöver, Green und Mortara lieferten sich mit Neuling Rosenqvist noch das interessanteste Duell. Der neue Tabellenführer Wickens führt nun mit 108 Punkten, drei Punkte Vorsprung auf Wittmann, dahinter lauern Green, Mortara und Di Resta auf die Plätze.

Ergebnis Moskau, Rennen 1:

Ergebnis Moskau Rennen1 (c)DTM