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… das Blog über die DTM 2016

September 25, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Heimlicher Sieger in Budapest

Marquardt und Titelfavorit Wittmann (c)BMW

Trotz einer Audi-Dominanz darf sich BMW nach den beiden Läufen in Budapest als heimlicher Sieger fühlen. Denn Tabellenführer Marco Wittmann hat auf dem Hungaroring mit den Plätzen sieben am Samstag und vier am Sonntag 18 hart erkämpfte Punkte geholt und reist nun mit 26 Zählern Vorsprung zum DTM-Saisonfinale, das am 15. und 16. Oktober in Hockenheim stattfindet.

Da Wittmanns schärfster Widersacher Edo Mortara (Audi) Mortara am Sonntag leer ausging, ist der junge Franke ganz klar auf Titelkurs. Erfreulich auch Schnitzer-Pilot Antonio Felix da Costa, der mit Platz Fünf sein bisher bestes Saisonergebnis erreichte.

Hier die Stimmen aus dem BMW-Lager:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war ein hartes Stück Arbeit heute. Nach diesem Start können wir mit fünf BMW Fahrern in den Top-10 mehr als zufrieden sein. Das hätte heute auch schiefgehen können. Marco hat die Situation am Start sehr gut abgefangen und dann Platz vier ins Ziel gebracht. Ich bin sehr stolz auf ihn und seine Leistung. Marcos Auto hatte auch etwas abbekommen, so dass er den Speed der Spitze nicht ganz mitgehen konnte. Insgesamt war unsere Performance aber heute insgesamt nicht schlecht. Das war für uns natürlich heute auch ein bisschen Wiedergutmachung für den Samstag, und wir können Budapest zufriedener hinter uns lassen. Marco hat in der Fahrerwertung noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Diesen Schwung müssen wir jetzt nach Hockenheim mitnehmen und die zwei letzten Rennen mit voller Konzentration angehen. Es ist und bleibt extrem eng in der DTM.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Das war ein sehr emotionales Wochenende für uns. Vor allem das zweite Rennen heute war ziemlich nervenaufreibend. Wir haben trotz der schier übermächtigen Konkurrenz nie aufgegeben und gefightet. Mein Team hat zu jeder Zeit 100 Prozent gegeben und hervorragende Boxenstopps absolviert. Dafür wurden wir belohnt. Timo hat einen tollen Job gemacht und mit Platz sieben wertvolle Punkte für die Teamwertung gesammelt. Und in Marco haben wir den momentan besten Fahrer im Feld. Jetzt geht es nach Hockenheim. Das wird ein dramatisches Finale.“

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): „Der Sonntag war für uns auf jeden Fall ein Lichtblick, so dass wir insgesamt eine positive Bilanz ziehen können. António wurde gestern in der Startaufstellung zurückversetzt, und dann war im Rennen nicht viel möglich. Heute war das Qualifying gut, die Rennstrategie hat dann ebenfalls perfekt gepasst. Danke dafür auch an unsere Ingenieure. So haben wir wertvolle Punkte gesammelt. Martin war eigentlich gut unterwegs. Punkte waren in Reichweite, allerdings hat er dann im Pulk etwas Zeit verloren. Er hat gut gekämpft und hätte sicher einen Punkt verdient gehabt.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Gestern war aufgrund der Gewichtssituation ein schwieriger Tag für uns alle, und wir konnten nicht wirklich mit Audi mithalten. Heute lief es da schon um einiges besser. Wir haben beide Autos im Qualifying auf gute Positionen gebracht – und diese Punkte konnten wir dann im Rennen verteidigen. Mit der Ausbeute heute sind wir zufrieden.“

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): „Wir hatten ein schwieriges Wochenende. Das galt für BMW allgemein, aber auch für unser Team im Speziellen. Mit Augusto hatten wir eigentlich für das zweite Rennen einen guten Weg gefunden. Sein Start war richtig gut, aber dann hat er etwas in sein Auto bekommen, was den Wasserkühler kaputtgemacht hat. Dann war es für ihn vorbei. Mit Bruno haben wir das herausgeholt, was möglich war. Leider hat es nicht mehr für Punkte gereicht. In Hockenheim nehmen wir einen neuen Anlauf.“

Marco Wittmann (So.: 4. Platz, Sa.: 7. Platz): „Ich hatte einen sehr guten Start, Edo hingegen nicht. Seine Räder haben durchgedreht. Das Momentum war klar auf meiner Seite. Ich bin dann auf seine Seite gezogen. Er wollte glaube ich erst Eki blockieren, dann hat er mich auf die Wiese gedrückt – obwohl ich eigentlich schon neben ihm war. Es kam zum Kontakt, und ich musste durch das Gras. Als ich wieder zurückkam, gab es dann noch einen Kontakt. Ausgelöst hat alles aus meiner Sicht der Fehler von Edo am Start. Es ist klar, dass ich auch nicht so einfach klein beigebe. Zwölf Punkte sind für uns wieder ein ordentlicher Schritt nach vorn. Die Plätze sieben und vier waren an diesem Wochenende das Maximum. Die Konkurrenz von Audi war extrem stark. Umso wichtiger waren die Punkte.“

António Félix da Costa (So.: 5. Platz, Sa.: 16. Platz): „Unsere Strategie ist heute aufgegangen. Wir hatten uns fest vorgenommen, nach der Leistung gestern einen besseren Sonntag zu haben. Das haben wir geschafft. Das Qualifying war eher durchschnittlich, aber unsere Taktik für das Rennen war dann richtig gut. Danke an das BMW Team Schnitzer. Wir haben heute eine gute Reaktion auf Samstag gezeigt und mit fünf BMW in den Top-10 diesmal ein wirklich gutes Gesamtergebnis erreicht.“

Tom Blomqvist (So.: 6. Platz, Sa.: 22. Platz): „Der Ausgang des Rennens war am Ende okay – aber es war alles andere als einfach. Nach dem Durcheinander am Start wollte ich mich einfach nur aus dem Getümmel heraushalten. Das hat auch geklappt. Der frühe Boxenstopp war dann auch die richtige Entscheidung. Insgesamt können wir mit dem Resultat zufrieden sein. Es war ein guter Nachmittag für BMW.“

Timo Glock (So.: 7. Platz, Sa.: 13. Platz): „Mein Start, die erste Runde und mein Speed im Rennen waren sehr gut. Vor allem nach dem Stopp war ich auf frischen Reifen ziemlich schnell und konnte die Lücke zu meinen BMW Kollegen sofort schließen. Ich bin absolut happy mit dem Rennen und dem Ergebnis. Nach Startplatz 15 noch in die Punkte zu fahren, das ist fantastisch. Für Marco ist die Ausgangsposition vor dem Finale in Hockenheim nun wirklich sehr gut.“

Maxime Martin (So.: 9. Platz, Sa.: 12. Platz): „Wenn man vom sechsten Platz startet, dann ist P9 am Ende natürlich ein bisschen enttäuschend. Trotzdem war es insgesamt ein gutes Rennen für BMW. Im Vergleich zu gestern konnten wir einen großen Schritt nach vorn machen. Jetzt heißt es, sich optimal auf Hockenheim vorzubereiten, um dort noch stärker zu sein.“

Martin Tomczyk (So.: 11. Platz, Sa.: 23. Platz): „Wieder ein harter Tag, wieder ein harter Kampf – aber leider auf Platz elf wieder keine Punkte. Trotzdem war es ein gutes Rennen. Die Performance der BMW war insgesamt deutlich besser als gestern. Marco hatte am Start sehr viel Glück, am Ende haben wir aber in Sachen Meisterschaft dann doch noch einen wichtigen Schritt gemacht. Das war unser Ziel.“

Bruno Spengler (So.: 14. Platz, Sa.: 14. Platz): „Unser Problem war das Qualifying, sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Wir haben keine Lösung gefunden, um im Zeittraining ein schnelles Auto zu haben. Das hat uns alle Chancen für das Rennen genommen. Dass Marco den vierten Platz halten konnte, ist super für den Titelkampf. Jetzt müssen wir in Hockenheim ein gutes Ergebnis erzielen, um die entscheidenden Punkte für die Herstellerwertung zu holen.“

Augusto Farfus (So.: Ausfall, Sa.: 19. Platz): „Der Start war für mich normal, dann sah ich einige Carbon-Teile fliegen. Irgendetwas hat den Kühler getroffen, danach hatte ich ein Wasserleck. Das Glück hat uns wieder einmal gefehlt. Der Ablauf ist eigentlich immer ähnlich: Freitags starten wir gut, dann schaffen wir es aber nicht immer, für den Samstag die richtigen Veränderungen vorzunehmen. Am Sonntag bewegen wir uns dann wieder in die richtige Richtung. Auch heute war das Set-up für das Rennen wieder gut, aber die Performance kommt einfach immer ein wenig zu spät. Jetzt gehen wir nach Hockenheim. Dort lief es für mich zu Beginn des Jahres gut. Ich hoffe, die Saison dort mit einem Erfolgserlebnis abschließen zu können.“

September 25, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Erstes DTM-Podium für Juncadella in Budapest, Wickens verabschiedet sich aus Titelrennen

Motorsports: DTM race Budapest, Juncadella,Mercedes (c)Mercedes

Erfolgserlebnis zum Abschluss des vorletzten Rennwochenendes der DTM-Saison 2016. Daniel Juncadella erzielte im Mercedes-AMG C 63 DTM seinen ersten Podestplatz in der DTM. Der Spanier verbesserte sich in einer chaotischen Startrunde vom elften Startplatz bis auf Platz drei. Diese Position hielt er über die gesamte Renndistanz bis ins Ziel.

Hingegen hat sich Robert Wickens aus dem Titelennen verabschiedet. Nach einer Aufholjagd vom Ende des Feldes kam der Kanadier auf auf Rang zwölf. Allerdings hatte sich Wickens die Misere selbst zuzuschreiben, da er bei der Startaufstellung einen falschen Platz einnahm und anschließend vom letzten Platz ins Rennen ging.

Hier die Mercedes-Stimmen aus Budapest:

Daniel Juncadella (3. Platz):
„Mein erstes Podium in der DTM – das war ganz sicher das schönste Rennen in meiner bisherigen Karriere. Damit hatte ich echt nicht gerechnet. Denn bis zum zweiten Rennen sah es an diesem Wochenende nicht danach aus. Ich hatte aber erneut einen Mega-Start. Diese gelingen mir seit einigen Rennen stets sehr gut. Nach der ersten Runde lag ich schon auf Platz drei. Das war unglaublich. Insgesamt war es ein sehr emotionales Rennen für mich. Angesichts der Umstände konnte ich wirklich nicht glauben, dass ich auf dem dritten Rang lag. Aber ich hatte ein perfektes Auto. Vielen Dank an meine Jungs, dieser Podestplatz ist genauso ihr Verdienst.“

Robert Wickens (12. Platz):
„So hatte ich mir den Tag heute sicher nicht vorgestellt. Ich bin am Start auf die falsche Startposition gefahren. Das war einfach ein dummer Fehler, der mir leider nicht aufgefallen ist. Danach musste ich als Letzter starten und konnte mich immerhin bis auf P12 nach vorne kämpfen. Unter normalen Umständen ist das in Budapest eine ordentliche Leistung. Aber heute habe ich durch einen blöden Fehler die mathematische Chance auf den Titel verspielt. Das tut mir im Herzen weh.“

Felix Rosenqvist (13. Platz):
„Von so weit hinten hatte ich keine allzu großen Hoffnungen. So gesehen war es beinahe wie ein Testrennen für uns. Leider war mein Auto nach dem Qualifying leicht beschädigt. Umso wichtiger war es, dass wir im Rennen wieder die Pace zeigen konnten. Das Auto war in Ordnung und fühlte sich gut an. So konnte ich mich von P24 bis auf P13 nach vorne arbeiten. Das war eine ordentliche Leistung. Glückwunsch an Dani zu seinem ersten DTM-Podium. Das hat er sich in seinem vierten DTM-Jahr wirklich verdient und ich freue mich sehr für ihn.“

Paul Di Resta (15. Platz):
„Das war ein chaotisches Rennen. Ich hatte eine sehr gute erste Runde und versuchte dann eine etwas andere Strategie. Leider hat das nicht funktioniert. So kam ich auf dem 15. Platz ins Ziel – es hätte aber viel besser sein können. Ich hatte den Speed, um in die Top-10 zu kommen. Jetzt möchte ich die Saison in Hockenheim mit einem Erfolgserlebnis abschließen.“

Christian Vietoris (16. Platz):
„Ein relativ unspektakuläres Rennen für mich. Ich fuhr die ganze Zeit hinter Paul, konnte mich aber nicht nach vorne verbessern. Typisch Hungaroring eben. Jetzt richte ich meine Konzentration auf das Finale in Hockenheim.“

Lucas Auer (17. Platz):
„Das war ein schwieriger Tag an einem schwierigen Wochenende. Leider haben wir uns etwas verlaufen. Das Rennen heute verlief eigentlich ganz gut. Aber ich steckte die ganze Zeit im Verkehr. Man kann sich einfach nicht viel verbessern, wenn man von hinten startet. Jetzt freue ich mich auf Hockenheim.“

Gary Paffett (18. Platz):
„Wenn man von so weit hinten startet, bedeutet das immer harte Arbeit im Rennen. Ich hatte einen sehr guten Start und machte einige Positionen in der ersten Kurve gut. Danach wurde ich in Kurve zwei weit nach draußen gedrückt und verlor die gewonnenen Plätze dadurch wieder. Das war schade. Das Auto fühlte sich heute okay an, aber wir sind einfach von zu weit hinten gestartet, um mehr erreichen zu können.“

Maximilian Götz (19. Platz):
„Das war ein enttäuschendes Wochenende für mich. Es ging schon im Training los, in dem wir uns schwer getan haben. Bis auf die heutige Racepace war ich von diesem Wochenende extrem enttäuscht. Heute war die Pace im Rennen gut, das stimmt mich positiv für das Saisonfinale in Hockenheim. Aber insgesamt war das Auto an diesem Wochenende sehr unruhig auf der Vorderachse. Das haben wir leider nie in den Griff bekommen. Wenn man dann von hinten startet, kann man im Rennen nichts weiter ausrichten. Ich freue mich jedoch für Dani, dem ich herzlich zu seinem ersten Podium gratulieren möchte.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef:
„Um mit dem Positiven zu beginnen: Gratulation an Dani zu seinem ersten DTM-Podium. Er war schon oft nah dran, heute hat es endlich geklappt. Ansonsten fällt es mir schwer, dem Rennen viel Gutes abzugewinnen. Ich denke, über die Situation am Start gibt es nicht viel zu sagen. So etwas darf natürlich nicht passieren. Damit haben wir uns heute endgültig aus der Fahrermeisterschaft verabschiedet, das ist wirklich schade.“

September 25, 2016
von Erich Hirsch
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Audi: Doppelsieg, aber auch großer Frust

Audi Doppelsieg in Budapest (c)Audi

Da waren’s nur noch zwei: Beim großen Finale der DTM auf dem Hockenheimring am 15./16. Oktober kämpfen Marco Wittmann (BMW) und Edoardo Mortara (Audi) um den Fahrertitel. In der Hersteller- und Teamwertung liegt Audi vor den letzten beiden Rennen an der Spitze.

Nach dem Sechsfacherfolg am Samstag feierte Audi auf dem Hungaroring im zweiten Rennen am Sonntag mit Mattias Ekström und Adrien Tambay einen Doppelsieg. Getrübt wurde die Freude innerhalb der Audi-Mannschaft jedoch von der Tatsache, dass die beiden punktbesten Audi-Piloten nach einem Startunfall ohne Punkte blieben.

In einem spannenden Zeittraining hatte sich Edoardo Mortara wie schon am Vortag erneut die Pole-Position gesichert. Sein Teamkollege Mattias Ekström verwies Tabellenführer Marco Wittmann im BMW um eine Tausendstelsekunde in die zweite Startreihe. Dahinter folgten mit Jamie Green und Miguel Molina zwei weitere Audi-Piloten – eine gute, aber auch brisante Ausgangsposition für das Sonntagsrennen.

Während Mattias Ekström ein perfekter Start gelang, gerieten die drei punktbesten Fahrer der Gesamtwertung noch vor der ersten Kurve aneinander. Marco Wittmann hatte Glück und konnte das Rennen als Vierter beenden. Jamie Green schied dagegen mit einer beschädigten linken Vorderradaufhängung aus und hat nun keine Titelchance mehr. Edoardo Mortara fing sich bei der kontroversen Kollision einen Reifenschaden ein und blieb auf Platz 21 ebenfalls ohne Punkte. Der Audi-Pilot geht nun mit 26 Punkten Rückstand in das Finale.

„Ich hatte keinen guten Start, anschließend wurde ich zwischen Wittmann und Green eingeklemmt, dabei ging eine Felge kaputt und ich musste in der ersten Runde noch weitere Treffer einstecken“, sagte Mortara. „Das ist sehr enttäuschend, denn wir hätten auch heute gewinnen können.“

„Es war superschade“, bestätigte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Es ist extrem ärgerlich, dass man trotz eines Doppelsiegs nicht so richtig glücklich sein kann. Es war heute definitiv mehr drin. Wir hatten schnelle Autos, das hat man auch bei Mattias (Ekström) und Adrien (Tambay) gesehen. Die Situation am Start war extrem unglücklich. Man kann auch keinem so richtig einen Vorwurf machen. Edo (Mortara) hatte ein bisschen zu viel durchdrehende Räder, dadurch hat die Misere ihren Lauf genommen. Dass dabei ausgerechnet unsere beiden punktbesten Fahrer aus dem Rennen herausgerissen wurden, ist frustrierend.“

Auch Miguel Molina und Nico Müller wurden Opfer des Startgerangels. Mattias Ekström und Adrien Tambay waren dagegen die großen Nutznießer. „Ich hatte einen guten Start und eine saubere erste Kurve“, sagte Mattias Ekström nach dem 22. Sieg seiner DTM-Karriere und dem ersten Saisonerfolg. „Danach war ich etwas überrascht, dass Edo (Mortara) langsamer wurde. Ich wusste ja nicht, dass er einen Reifenschaden hatte. Er ließ mich in Kurve drei vorbei. Ab da war es für mich ein langweiliges Rennen mit einem fantastischen Auto. Es war mein Ziel, meine DTM-Saison mit einem guten Ergebnis zu beenden – dass es sogar ein Sieg wurde, ist großartig.“

Tambay machte im Durcheinander der ersten Runde gleich acht Positionen gut und freute sich nicht minder über den zweiten Platz, mit dem der Franzose sein bisher bestes DTM-Ergebnis egalisierte. „Ich stand schon zwei Jahre nicht mehr auf dem Podium“, sagte Tambay. „Es war also höchste Zeit.“

Punkte für Audi sammelten auch beide Fahrer des Audi Sport Team Phoenix: Timo Scheider schnappte BMW-Pilot Maxime Martin kurz vor Rennende den achten Platz weg. Mike Rockenfeller wurde im Zehnter.

September 25, 2016
von Erich Hirsch
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Ekström gewinnt Sonntagsrennen in Budapest, Wittmann auf Titelkurs

Motorsports: DTM race Budapest (c)ITR,DTM

Mattias Ekström hat beim 16. DTM-Saisonrennen 2016 auf dem Hungaroring in Ungarn gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Der Schwede, DTM-Champion 2004 und 2007, gewann das Sonntagsrennen souverän vor seinem Audi-Markenkollegen Adrien Tambay. Nach 36 Runden überquerte Ekström 4,350 Sekunden vor dem Franzosen die Ziellinie und feierte seinen ersten Saisonsieg, den 22. seiner DTM-Karriere. „Ich hatte heute ein fantastisches Auto und musste für den Sieg gar nicht hart arbeiten“ erklärte der Schwede im Ziel. „Meistens musste ich in diesem Jahr hart kämpfen – und wurde am Ende nicht belohnt. Das war heute anders.“

Als Dritter sah in Budapest der Mercedes-AMG-Pilot Daniel Juncadella die Zielflagge, der erstmals in seiner DTM-Karriere auf dem Podium stand. Für Tambay ist der zweite Platz die erste Podiumsplatzierung seit dem Saisonauftakt 2014. Marco Wittmann war der heimliche Sieger von Budapest, der Franke wurde in einem Rennen mit turbulentem Start Vierter und konnte damit seine Führung in der Fahrerwertung wieder ausbauen, da Mortara punktelos blieb. Audi hat zwar beide Rennen für sich entscheiden können, doch Mortaras Ausfall am Sonntag trübte  die Stimmung im Audi-Lager. Das DTM-Gastspiel in Ungarn besuchten übrigens 39.500 Zuschauer am Rennwochenende.

Während Ekström einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg feierte war das Rennen für Edoardo Mortara, Jamie Green und Robert Wickens vorbei noch bevor es richtig begonnen hatte. Wickens stand in der Startaufstellung zunächst auf der falschen Seite und musste nach einer zusätzlichen Einführungsrunde vom Ende des Feldes starten. Polesitter Mortara verpatzte den Start und musste sich auf den ersten Metern gegen Wittmann wehren. Dabei beschädigte er seinen Audi RS 5 DTM Zwar wurden Wittmann und Mortara für die Kollision verwarnt, ein zusätzlicher Boxenstopp machte das Rennen des Italo-Schweizers aber kaputt. Leidtragender war auch Jamie Green, der ebenfalls in die Kollision verwickelt wurde und das Rennen vorzeitig in der Box beenden musste.

In der DTM-Fahrerwertung liegt Marco Wittmann vor dem DTM-Finale auf dem Hockenheimring mit 188 Punkten auf Platz eins vor Edoardo Mortara. Der hat 162 Punkte auf seinem Konto und verbleibt mit 26 Zählern Rückstand als letzter Widersacher von Wittmann im Kampf um den großen Pokal. Aus dem Titelkampf endgültig verabschiedet haben sich Jamie Green (137 Punkte) und Robert Wickens (121 Punkte).

September 24, 2016
von Erich Hirsch
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Audi: Perfekter Tag für Audi und Edoardo Mortara

Mortara siegt in Ungarn (c)Audi

Perfekter Samstag für Audi und Edoardo Mortara bei der DTM in Budapest (Ungarn): Mit seinem vierten Saisonsieg verkürzte der Audi-Pilot den Rückstand auf Marco Wittmann (BMW) in der Fahrerwertung auf 14 Punkte. In der Herstellerwertung holte Audi mit einem Sechsfachsieg die Führung zurück. Bei den Teams liegt das Audi Sport Team Abt Sportsline wieder auf Platz eins.

Es war ein historischer Tag für Audi: Zum ersten Mal überhaupt gelang es einem Automobilhersteller, sich in der DTM mit allen acht Autos die besten acht Startpositionen zu sichern – und das, nachdem das Zeittraining zuletzt in Moskau und auf dem Nürburgring nicht die größte Stärke gewesen war. Mit seiner dritten Pole-Position in der DTM sicherte sich Mortara im Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline eine perfekte Ausgangsposition für das erste Rennen.

Der Italiener mit Wohnsitz in der Schweiz feierte anschließend einen souveränen Start-Ziel-Sieg und drehte auch die schnellste Rennrunde. „Was für ein Samstag!“, jubelte der Audi-Pilot nach seinem vierten Saisonsieg. „Wir waren an diesem Wochenende von Anfang an schnell. Im Freien Training lief alles perfekt, genauso im Zeittraining. Mein Start war nicht brillant, aber gut genug, um die Führung zu behaupten. Danach konnte ich den Vorsprung kontrollieren und die Reifen und Bremsen schonen. Mein Audi RS 5 DTM war heute einfach perfekt.“

Die gute Nachricht für alle DTM-Fans: Schon nach dem ersten der beiden Rennen in Ungarn steht fest, dass die Entscheidung im Titelkampf erst beim Finale auf dem Hockenheimring am 15./16. Oktober fallen wird. Noch vier Fahrer aller drei Marken können sich den Fahrertitel sichern, darunter mit Edoardo Mortara und Jamie Green gleich zwei Audi-Piloten.

Jamie Green verpasste den besten Startplatz um lediglich 82 Tausendstelsekunden und folgte Edoardo Mortara im Rennen vom Start bis ins Ziel wie ein Schatten. Miguel Molina holte das erste Podium seit seinem Sieg auf dem Lausitzring im Mai.

Den Audi-Triumph komplettierten Mike Rockenfeller,Nico Müller und Adrien Tambay mit den Plätzen vier bis sechs. Rockenfeller holte damit das beste Saisonergebnis für das Audi Sport Team Phoenix, für das auch Timo Scheider auf Rang neun punktete.

Ohne Zähler blieb am Samstag nur Mattias Ekström, der nach seinem mäßigen Start beim Anbremsen der zweiten Kurve von einem BMW-Fahrer (Tomczyk) ins Aus befördert wurde. Anschließend fuhr Ekström vom 23. Platz auf Rang 19 nach vorn und unterhielt die Zuschauer an der Rennstrecke – darunter rund 2.500 begeisterte Audi-Mitarbeiter aus dem Werk Győr – mit sehenswerten Überholmanövern.

„Ein geiler Tag – das kann man nicht anders sagen“, meinte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport nach dem Audi-Sechsfacherfolg. „Wir hatten ein wirklich perfektes Qualifying und ein sehr, sehr, sehr gutes Rennen. Wenn man mit acht Autos vorne steht, ist es eine Illusion zu glauben, man kommt auch mit allen acht da vorne durch. Aber mit sechs haben wir es geschafft und das ist fantastisch. Wir sind zurück im Meisterschafts-Rennen. Und ich glaube, wir haben den Fans und unseren Kollegen aus Győr eine gute Show geboten.“

Im zweiten Rennen am Sonntag (Start um 15.10 Uhr, ab 15 Uhr live im „Ersten“) hat Mortara die Chance, die Tabellenführung zu erobern und sich eine perfekte Ausgangsposition für das Finale in Hockenheim zu sichern. In der Herstellerwertung führt Audi nach dem Samstagsrennen mit 554 Punkten vor BMW (527) und Mercedes-Benz (434). In der Teamwertung hat das Audi Sport Team Abt Sportsline zehn Punkte Vorsprung auf das BMW Team RMG.

September 24, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Schadensbegrenzung in Budapest

Motorsports: DTM race Budapest (C)MERCEDES

Mercedes kam in Budapest nicht so richtig in Tritt. Robert Wickens hat mit Platz zehn seine Chancen auf den Titelgewinn aufrechterhalten, doch 55 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Marco Wittmann (BMW) sind eine Menge Holz. Sehr positiv. Rookie Felix Rosenqvist war bester Sterne-Fahrer mit Platz acht.

Hier die Stimmen aus dem Mercedes-Lager:

Felix Rosenqvist (8. Platz):
„Am Start ging ich ein gewisses Risiko ein. Ich sah eine Lücke und versuchte, von hinten hineinzustechen. Dabei gab es einige recht harte Berührungen mit anderen Autos – vielleicht hat mein Auto dabei ein wenig Schaden genommen. Danach hatte ich etwas mehr Untersteuern als mir normalerweise lieb ist. Angesichts der Umstände war es aber ein gutes Rennen und ich freue mich über Platz acht – meine bislang beste DTM-Platzierung. Es wird mit jedem Mal besser.“

Robert Wickens (10. Platz):
„Vom 17. Startplatz war Rang zehn wahrscheinlich das Beste, was wir heute noch aus dem Rennen herausholen konnten. Mein Ziel war es, in die Punkteränge zu kommen. Vor dem Start schien das eine nahezu unmögliche Aufgabe zu sein. Zum Glück ist es mir dennoch gelungen. Ich kam aus der ersten Runde schon als Zehnter zurück, das war klasse. Natürlich half es mir auch, dass ich einige meiner Teamkollegen um mich herum hatte. Ich hielt mich aus den Zwischenfällen heraus und zeigte ein gutes Überholmanöver gegen Blomqvist, um in die Punkteränge zu gelangen. Jetzt müssen wir bis zum zweiten Rennen noch etwas mehr Speed finden.“

Daniel Juncadella (11. Platz):
„Ein schwieriger Tag für unser Team. Audi war sehr stark, aber ich persönlich hatte einen ordentlichen Tag. Das Qualifying verlief ganz gut. Meine Runde war leider nicht perfekt, aber ich war damit relativ zufrieden. Im Rennen hatte ich einen Mega-Start. Leider hat mich Timo Glock nicht gesehen und mich deshalb auf der Geraden nach links gedrängt. Dort habe ich auf der Wiese natürlich an Grip verloren. In Kurve zwei hatte ich dafür etwas Glück und konnte ein paar Positionen gutmachen. Danach lag ich hinter Robert und hatte eine recht gute Rennpace. Damit bin ich ganz zufrieden.“

Lucas Auer (16. Platz):
„Heute haben wir uns leider im Qualifying etwas verzockt. Wir haben vielleicht ein wenig zu viel riskiert und sind dafür bestraft worden. Im Rennen hatten wir jedoch einen guten Speed. Deshalb können wir uns auf morgen freuen. Das Rennen selbst hat riesig Spaß gemacht. Es ging stetig nach vorne, aber von so weit hinten ist es in der DTM natürlich schwierig, bis ganz an die Spitze vorzufahren. Grundsätzlich bin ich mit dem Rennen aber zufrieden.“

Christian Vietoris (18. Platz):
„Gutes Auto, gute Performance. Im Rennen waren wir gut unterwegs. Leider hat mich Farfus in Kurve zwei weit geschickt. Deshalb musste ich um alle herum und habe dabei zehn Plätze verloren. Danach habe ich versucht, mich durch das Feld zu kämpfen. In diesem Zuge ist mir gegen Rennende auch ein cooles Manöver gegen Ekström und Farfus gelungen.“

Gary Paffett (21. Platz):
„Angesichts unseres Startplatzes war es von vorneherein klar, dass es ein hartes Rennen werden würde. Mein Start war okay, aber ich hatte in der ersten Kurve eine Berührung mit Spengler. Dadurch habe ich einige Positionen verloren. Danach drehten sich auch noch einige Autos vor mir in Kurve zwei und ich musste ihnen ausweichen – das kostete mich weitere Plätze. Leider war unser Auto heute nicht schnell genug. Daran müssen wir bis morgen arbeiten.“

Maximilian Götz (23. Platz):
„Leider hatte ich an diesem Wochenende bislang die rote Laterne gepachtet. Das ist natürlich enttäuschend. So hatte ich mir das sicher nicht vorgestellt. Aber wir kämpfen schon seit gestern mit dem Auto. Die Balance stimmt einfach noch nicht. Die Strecke ist für mich auch Neuland, was es nicht einfacher macht. Jetzt werden wir schauen, was wir bis morgen verändern können, um dann besser abzuschneiden.“

Paul Di Resta (ausgefallen):
„Leider mussten wir das Auto aus dem Rennen nehmen. Anscheinend ist etwas an der Aufhängung gebrochen. Das Auto war so auf jeden Fall unfahrbar. In so einem Fall geht die Sicherheit natürlich vor. Insgesamt war es ein schwieriger Tag. Jetzt müssen wir uns für morgen neu ordnen und dann wieder unser Bestes geben.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef:
„Heute gibt es nicht viel zu sagen. Zwei Mercedes in den Top-10 – damit haben wir zumindest Schadensbegrenzung betrieben. Mehr war nicht drin. Jetzt müssen wir schauen, dass es morgen wieder besser für uns aussieht.“

September 24, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Stimmen aus Budapest

Marco Wittmann in Budapest (c)BMW

BMW konnte in Budapest die Audi-Festspiele nicht verhindern. Immerhin rettete Marco Wittmann mit Platz sieben sechs wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Hier die Stimmen ausdem Lager der Münchner:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war das harte Stück Arbeit, das wir nach dem Ausgang des Qualifyings erwarten mussten. Gegen so viele Audis an der Spitze ist es schwierig, noch ganz nach vorn zu kommen. Marco hatte einen tollen Start und hat die Lücke in der ersten Kurve gesehen, obwohl ihm Mattias Ekström das Leben nicht leicht gemacht hat. Im Anschluss hat er seinen siebten Platz mit aller Kraft verteidigt. Leider war das Rennen sehr statisch, das ist schade für die Zuschauer. Für morgen müssen wir uns im Qualifying verbessern, um im Rennen weiter nach vorn fahren zu können.“

Marco Wittmann (BMW Team RMG, 7. Platz): „Platz sieben war das Maximum, das wir heute erreichen konnten. Ich hatte einen sehr guten Start, vor allem aber eine sensationelle erste Kurve. Ich habe mein Herz in beide Hände genommen und spät gebremst. Damit konnte ich gleich zwei Audis überholen. Wir hatten zwar heute gegen die Audi-Dominanz keine Chance, aber sie sechs Punkte sind sehr wertvoll. Jetzt schauen wir mal, wo wir morgen stehen.“

Maxime Martin (BMW Team RBM, 12. Platz): „Die Strecke scheint unserem Auto nicht besonders gut zu liegen, und wir sind von so weit hinten gestartet, dass ein gutes Ergebnis nicht möglich war. Aber ich muss sagen: Während des Rennens hat sich das Auto nicht so schlecht angefühlt, deshalb sehe ich es nicht so negativ. Natürlich entspricht das Ergebnis nicht dem, was wir uns vorgenommen haben, aber das Rennen hat uns geholfen, Erkenntnisse zu sammeln. Jetzt werden wir versuchen, das Gelernte umzusetzen und morgen eine bessere Performance zu zeigen.“

Tom Blomqvist (BMW Team RBM, 13. Platz): „Mein Start war okay. Ich hatte in der ersten Runde ein paar Berührungen, bin in Kurve zwei weit nach außen geraten und wurde dann in Turn 12 von der Strecke geschoben. Es war also eine schwierige erste Runde, und ich habe ein paar Positionen eingebüßt. Der Rest des Rennens war auch nicht einfach. Wir hatten nicht die nötige Pace und müssen uns für morgen verbessern.“

Timo Glock (BMW Team RMG, 14. Platz): „Natürlich war es schwierig, vom 13. Startplatz etwas auszurichten. Außerdem war meine erste Runde alles andere als gut, ich habe zwei, drei Plätze verloren. Positiv ist, dass sich das Auto über den Tag hinweg Stück für Stück besser angefühlt hat, auch wenn mein 14. Platz das nicht widerspiegelt. Es ist schwierig, die Audi-Dominanz hier auf dem Hungaroring zu brechen. Mich freut aber, dass Marco weitere wichtige Punkte im Titelrennen sammeln konnte.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK, 15. Platz): „Wir haben im Qualifying nicht die erhoffte Performance gezeigt, die Balance an meinem Auto war nicht ganz optimal. Im Rennen lief es etwas besser. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte einige Plätze gutmachen. Aber von Startplatz 21 kann man letztendlich nicht viel ausrichten. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und aus dem Rennen unsere Lehren ziehen, damit wir morgen besser abschneiden als Platz 15.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, 17. Platz): „Wir hatten für die heutige Startaufstellung eine Rückversetzung um fünf Positionen, deshalb haben wir im Qualifying nur einen Satz Reifen benutzt. Von daher sind wir schon am Vormittag gewisse Kompromisse eingegangen, um morgen einen besseren Sonntag zu haben. Ein Rennen von so weit hinten zu starten ist immer hart, aber es hat Spaß gemacht. Ich hatte ein paar tolle Fights da draußen und habe das Auto gut nach Hause gebracht.“

Augusto Farfus (BMW Team MTEK, 20. Platz): „Die Strecke scheint unserem Auto nicht besonders gut zu liegen, und wir sind von so weit hinten gestartet, dass ein gutes Ergebnis nicht möglich war. Aber ich muss sagen: Während des Rennens hat sich das Auto nicht so schlecht angefühlt, deshalb sehe ich es nicht so negativ. Natürlich entspricht das Ergebnis nicht dem, was wir uns vorgenommen haben, aber das Rennen hat uns geholfen, Erkenntnisse zu sammeln. Jetzt werden wir versuchen, das Gelernte umzusetzen und morgen eine bessere Performance zu zeigen.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, 22. Platz): „Das Wichtigste ist, dass Marco im heutigen Rennen Schadensbegrenzung im Kampf um den Titel betreiben konnte. Er hat wieder einmal das Beste aus dieser für uns schwierigen Situation gemacht. Mehr als Platz sieben war für ihn nicht drin. Für mich lief es alles andere als optimal. Allerdings haben wir alle generell nicht die Performance gezeigt, die wir uns erwartet hatten.“

September 24, 2016
von Erich Hirsch
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Budapest: Mortara siegt, macht Titelkampf wieder sehr spannend

Audi-Sieg in Budapest(c)ITR,DTM;

Audi-Festspiele auf dem Hungaroring. Edoardo Mortara feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und macht mit seinem vierten DTM-Erfolg die Meisterschaft wieder spannend. Hinter Mortara landeten mit Jamie Green, Miguel Molina, Mike Rockenfeller, Nico Müller und Adrien Tambay fünf weitere Audi-Piloten, ein perfekter Sechsfach-Erfolg für die Ingolstädter. Mit dem Neuntplazierten Timo Scheider landete ein weiterer Audi-Pilot in den Top Ten. Titelfavorit Marco Wittmann (BMW) beging mit Platz sieben Schadensbegrenzung, nach dem Qualifying mit Platz zehn gab es für den jungen Franken nicht mehr zu erben. Immerhin war Wittmann bester BMW-Pilot. Bester Mercedes-Pilot wurde Rookie Felix Rosenqvist, der auf Platz acht kam.

„Was für ein Samstag. Ein sehr schneller Start, kein brillianter Start, aber besser als die anderen und dann konnte ich das Rennen kontrollieren“, sagte Mortara. „Einfach ein geiler Tag“ jubelte auch Audis DTM-Leiter Dieter Gass. Mit Mortaras Sieg verkürzte sich der Vorsprung von Wittmann auf 14 Punkte, auch der Drittplazierte Green hat mit 39 Punkten Rückstand noch Titelchancen. Mercedes-Pilot Robert Wickens belegte Platz zehn, hat als Vierter in der Tabelle bereits 55 Punkten Rückstand auf Wittmann.

„Das war heute das Maximum, ich hatte einen guten Start, habe in der ersten Kurve sehr spät gebremst, das Herz in die Hand genommen und zwei Audi-Fahrer ausgebremst. Eki (Ekström) wollte mir noch hinten links auf die Seite fahren, das hat ihm aber auch nicht weitergeholfen“, bilanzierte Tabellenführer Wittmann.
„Heute haben wir gegen die Audi-Dominanz keine Chance gehabt, aber dennoch, die sechs Punkte sind ganz, ganz wichtig“, ergänzte Wittmann. Der BMW-Pilot spielte auf die Überlegenheit von Audi an, die im Qualifying alle acht Autos vorne hatten.

Ergebnis Rennen 1, Budapest:

Ergebnis Budapest_1(c)ITR,DTM

September 23, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Antonio Felix da Costa verläßt die DTM

Antonio Felix da Costa (c)BMW

Andretti-Pilot Antonio Felix da Costa sagt der DTM Bye,Bye und konzentriert sich voll auf die Formel E. Der Portugiese hat im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem DTM-Wochenende auf dem Hungaroring Details zu seiner Zukunft bekanntgegeben. Nach Martin Tomczyks Rückzug hat nun der zweite BMW-Pilot aus dem Schnitzer-Team Servus gesagt.

Der 25-Jährige verabschiedet sich zum Saisonende aus der DTM und wird sich fortan zunächst auf sein Engagement in der Formel E mit dem Team von Andretti Formula E konzentrieren. Felix da Costa bleibt BMW als Werksfahrer erhalten, er wird im GT-Sport der Münchner zum Einsatz kommen.

Der Neuzugang des US-Rennstalls Andretti feierte 2014 sein Debüt für BMW Motorsport in der DTM und ging parallel als Test- und Ersatzfahrer für das Formel-1-Team von Red Bull Racing auf die Strecke. Seit der Premierensaison 2014/15 ist Felix da Costa auch in der Formel E unterwegs. Der Pilot aus Cascais absolvierte in der DTM zunächst zehn Rennen für das BMW Team MTEK, ehe er vor der Saison 2015 zum BMW Team Schnitzer aus Freilassing wechselte, für das er bis heute antritt. Seinen größten Erfolg feierte er am 12. Juli 2015 in Zandvoort. Dort krönte er einen perfekten Rennsonntag mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Zuvor hatte er sich die erste und einzige Poleposition seiner DTM-Karriere gesichert.

„Die Fans werden Antonio mit Sicherheit vermissen. Mit seiner spektakulären Fahrweise hat er in der DTM für Furore gesorgt“, sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Zwar geht die Zeit von Antonio und BMW in der DTM zu Ende, aber wir werden weiterhin gemeinsam unterwegs sein. Darüber bin ich sehr glücklich, denn er ist mit viel Talent ausgestattet und einer der besten Racer, die ich kenne. Immerhin hat er während seiner insgesamt kurzen DTM-Zeit einen Rennsieg geschafft – das können nicht viele von sich behaupten. Ich bin mir sicher, dass er uns und den Fans von BMW Motorsport auch in Zukunft noch sehr viel Freude bereiten wird.“

„Ich bin sehr glücklich, dass ich BMW während der vergangenen drei Saisons in der DTM repräsentieren durfte“, meint Felix da Costa. „Die Serie ist extrem hochkarätig und erfordert von den Fahrern großes Können. Ich habe mich von Beginn an wohl gefühlt und 2014 auf Anhieb eines der besten ersten Qualifyings eines DTM-Rookies absolviert. Ich hatte viele gute Momente in der DTM, vor allem natürlich meinen Sieg und die Poleposition. Ich habe die Zusammenarbeit mit meinen Teamkollegen sehr genossen. Allerdings muss man sich voll auf die DTM konzentrieren, um dort dauerhaft erfolgreich zu sein. Daher habe ich mich entschieden, mich auf die Formel E zu fokussieren. Außerdem freue ich mich darauf, Teil eines zukünftigen internationalen Projekts von BMW zu sein, das ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und sehr froh, auch weiterhin als BMW Werksfahrer an Bord zu bleiben.“

September 23, 2016
von Erich Hirsch
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​Audi unterstützt Ekström im Kampf um WM-Titel, Rast fährt DTM-Finale

Mattias Ekstroem,Audi (c)Audi

Audi-Werksfahrer Mattias Ekström wird am 15. und 16. Oktober auf dem Estering in Buxtehude um den Titel in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WorldRX) kämpfen. Zeitgleich gibt Audi Sport René Rast eine weitere Chance in der DTM: Nach seinem starken Debüt beim Rennen in Zandvoort bestreitet der 29-jährige Deutsche auch das DTM-Finale auf dem Hockenheimring.

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Natürlich ist es nicht einfach, ausgerechnet beim DTM-Finale in Hockenheim auf einen unserer besten Fahrer zu verzichten. Aber Mattias (Ekström) hat die Möglichkeit, mit einem Audi den Weltmeistertitel im Rallycross zu gewinnen.“ Audi Sport hat ihm deshalb die Freigabe für den WM-Lauf auf dem Estering erteilt und unterstützt ihn so im Kampf um den WM-Titel. Sein DTM-Cockpit in Hockenheim übernimmt René Rast. Der Audi-Werksfahrer hat beim überraschenden DTM-Debüt einen starken Eindruck hinterlassen. „Ich bin sehr gespannt, wie er sich mit etwas mehr Vorbereitungszeit schlägt“, so Gass.

Mattias Ekström ist mit 21 Siegen und zwei Meistertiteln der erfolgreichste Audi-DTM-Pilot der Geschichte. Vor drei Jahren gründete er parallel zu seinem DTM-Engagement sein privates Rallycross-Team EKS. Mit dem Audi S1 EKS RX quattro steht er nun vor dem möglichen ersten WM-Titel seiner Karriere: Vor den letzten drei WM-Läufen führt der Schwede die Rallycross-Weltmeisterschaft mit zehn Punkten Vorsprung an.
Rene rast im Formel-E-Boliden (c)EHirsch

René Rast ist seit Dezember 2014 Audi-Werksfahrer und hat seine Vielseitigkeit bereits am Steuer verschiedener Audi-Rennwagen unter Beweis gestellt. Dazu zählen Siege mit dem Audi R8 LMS bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa, der Titelgewinn im ADAC GT Masters 2014, starke Leistungen am Steuer des Audi R18 bei den 24 Stunden von Le Mans und ein siegreicher Gasteinsatz im Audi Sport TT Cup. In Zandvoort sprang er im Juli im Sonntagsrennen für den verletzten Adrien Tambay ein. Auch in der weltweit ausgetragenen Elektro-Rennserie Formel E (siehe Bild) feierte Rast in diesem Jahr sein Debüt. In Berlin ging der 29-Jährige beim deutschen ePrix für das Aguri-Team an den Start.