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… das Blog über die DTM 2016

Dezember 11, 2016
von Erich Hirsch
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BMW:Stimmungsvoller Saisonabschluß bei BMW, Fahrer-und Team-Lineup bekannt

BMW-Team_RBM(c)BMW

Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm hat BMW am Freitag seinen alljährlichen Saisonabschluss gefeiert. In der neuen Heimat der BMW Group Classic in der Moosacher Straße in München kamen einige der wichtigsten Protagonisten des Jahres zusammen, um einen stimmungsvollen Abend im Kreis der BMW-Motorsport-Familie zu verbringen – und jene Fahrer und Teams auszuzeichnen, die 2016 Geschichten und Geschichte geschrieben hatten.

So gehörte auch Marco Wittmann zu den Preisträgern, der mit seinem zweiten Titelgewinn in der DTM für eines der vielen sportlichen Highlights aus Sicht von BMW Motorsport in der Saison 2016 gesorgt hatte. Nachdem er den „Victory of the Year“ Award aus den Händen von BMW Markenbotschafter und Werksfahrer Alessandro Zanardi erhalten hatte, wurde er selbst zum Glücksbringer – und zeichnete die erfolgreichsten BMW Privatfahrer des Jahres aus.

Anschließend hat BMW am Abend die genauen Details seines Fahreraufgebots 2017 präsentiert und die einzelnen Programme in den unterschiedlichsten Disziplinen des Rennsports genauer vorgestellt.

BMW-Team_RBM(c)BMW

In der DTM-Saison 2017 wird BMW nur mehr mit zwei Teams und sechs Fahrern vertreten sein. Zum Einsatz kommt der neue BMW M4 DTM, der aktuell im Rahmen eines umfangreichen Test- und Entwicklungsprogramms auf die 18 Rennen vorbereitet wird. Am Steuer werden sechs altbekannte DTM-erfahrene BMW-Werksfahrer sitzen. Als DTM-Titelverteidiger führt Marco Wittmann das Aufgebot an. Neben ihm werden Tom Blomqvist, Augusto Farfus, Timo Glock, Maxime Martin und Bruno Spengler um Punkte und Siege kämpfen. Insgesamt bringen es die sechs BMW Piloten auf 399 DTM-Starts, 32 Siege und 34 Polepositions. In Spengler (2012) und Wittmann (2014 und 2016) hat BMW zwei DTM-Champions in seinen Reihen. Die drei BMW M4 DTM von Wittmann, Glock und Farfus werden vom BMW Team RMG um Teamchef Stefan Reinhold eingesetzt. Für das BMW Team RBM um Bart Mampaey fahren 2017 Blomqvist, Martin und Spengler.

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt sagt: „Unser Fahreraufgebot gehört auch 2017 wieder zum Allerfeinsten, was die DTM zu bieten hat. Natürlich wird Marco Wittmann als Champion der von allen Gejagte sein. Aber auch unsere weiteren fünf Piloten haben allesamt schon Siege errungen und ihre Klasse in der DTM unter Beweis gestellt. Diese Konstanz im Cockpit wird uns guttun. Denn Erfahrung ist in der DTM einfach extrem wichtig.“

Dezember 6, 2016
von Erich Hirsch
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BMW reduziert Werksaufgebot auf zwei Teams, Schnitzer- und MTEK-Team nehmen Abschied

Schnitzer_BMW(c)BMW

BMW hat heute offiziell seine beiden Teams bekanntgegeben, mit denen die Mission Titelverteidigung in der DTM 2017 in Angriff genommen wird. Nur noch die Teams RBM und RMG gehen für BMW an den Start, beide Teams unterhalten je drei Autos. Überraschend ist das Aus von Schnitzer, das Team um Charly Lamm setzt seinen Fokus für BMW künftig im GT-Sport. Auch das MTEK-Team aus Garching bei München nimmt Abschied aus der DTM, konzentriert sich auf neue Aufgaben für den Münchner Automobilhersteller in der WEC.

Welche sechs Piloten die DTM in Angriff nehmen, darüber ist noch noch keine Entscheidung gefallen. Diese werden am 9. Dezember beim BMW Motorsport-Saisonabschluss in München bekanntgegeben.

In der DTM kämpfen weiterhin das BMW Team RMG und das BMW Team RBM um Punkte und Siege. Beide Teams sind seit dem Comeback der Marke 2012 in dieser Serie vertreten – und das mit großem Erfolg. Die RMG-Mannschaft von Teamchef Stefan Reinhold konnte 2014 den Teamtitel erringen und mit Marco Wittmann zwei Mal – 2014 und 2016 – den Fahrertitel feiern.

Das BMW Team RBM war in der vergangenen Saison als Gesamt-Dritter direkt hinter RMG das zweiterfolgreichste BMW Team in der DTM. 2013 hatte Bart Mampaey mit seiner Crew um den Titel gekämpft und in der Teamwertung Rang zwei belegt. Sowohl RMG als auch RBM sollen in der DTM-Saison 2017 je drei BMW M4 DTM einsetzen.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Teamaufstellung bestens für unsere neuen Aufgaben vorbereitet sind“, sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt zu den Neuerungen. „Für uns stand immer fest, dass wir mit all unseren Teams weiter erfolgreich zusammenarbeiten möchten. Wegen der Änderungen in der DTM mussten wir unsere Strukturen anpassen, gleichzeitig ergaben sich im Rahmen unseres neu geordneten Motorsport-Programms neue Arbeitsfelder und Einsatzgebiete. Darauf ist die neue Struktur nun perfekt zugeschnitten.“

Abschied Schnitzer und MTEK:

Die beiden Schnitzer-DTM-Piloten von 2016 Antonio Felix da Costa und Martin Tomczyk haben bekanntlich vor Saisonende ihren Abschied aus der DTM  verkündet, nunmehr sagt auch das Freilassinger Erfolgsteam „Bye,Bye“.

Das Schnitzer-Team kehrt 2017 in den GT-Sport zurück. Dennoch fällt der Abschied aus der DTM für Teamchef Lamm nicht leicht. „Jeder weiß, dass das BMW-Team Schnitzer eine sehr enge Verbindung zum GT-Sport hat – und eine große Leidenschaft für die Langstrecke“, meint Lamm. „Gleichzeitig schwingt natürlich auch Wehmut mit, sich aus der DTM zu verabschieden. Es war in dieser wettbewerbsintensiven Serie eine sehr intensive Zeit mit zahlreichen Herausforderungen, aber ebenso vielen schönen Momenten. Das Highlight war zweifellos der Titelgewinn 2012 gleich in unserem Comeback-Jahr.“

Auf die neuen Herausforderungen angesprochenen, meint Lamm. „Doch jetzt beginnt ein neues Kapitel in unserer langen BMW Historie. Entsprechend motiviert werden wir unsere Aufgaben für das kommende Jahr angehen. Wir freuen uns sehr auf die Rennen mit dem BMW M6 GT3.“

Marquardt sagte zum Schnitzer-Abschied: „Das BMW Team Schnitzer hat in der DTM Geschichte geschrieben, als es sich nach 20 Jahren Pause in dieser Serie gleich mit dem Titel zurückmelden konnte. Das hätte niemand erwartet. Zugleich ist das Team in seiner Historie immer auch eng mit dem GT-Sport verbunden gewesen und hat dort großartige Ergebnisse erreicht. Deshalb wird es sicher spannend für die GT-Fans, wenn wir diese Kombination 2017 unter anderem im Rahmen des 24h-Rennens auf dem Nürburgring wieder aufleben lassen.“

Die Crew rund um Lamm absolvierte von 2012 bis 2016 insgesamt 66 DTM-Rennen und feierte den größten Erfolg bei ihrem zweiten Auftritt in dieser Serie gleich im ersten Jahr. Damals gewann Bruno Spengler im BMW M3 DTM den Fahrertitel, der Teamtitel ging ebenfalls nach Oberbayern. Nun will das Schnitzer-Team seine lange Erfolgsgeschichte mit BMW im GT-Rennsport fortschreiben. Unter anderem stehen für das Team fünf Siege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zu Buche. Zuletzt triumphierten Lamm und seine Mannschaft dort 2010 mit dem BMW M3 GT.

Für das BMW-Team MTEK soll 2017 die intensive Vorbereitung auf den Start von BMW in der FIA World Endurance Championship (WEC) im folgenden Jahr beginnen. Das Team von Ernest Knoors fuhr zwischen 2013 und 2016 in der DTM und sorgte dort ebenfalls für zahlreiche Highlights, wie beim ersten DTM-Sieg von Timo Glock im letzten Rennen der Saison 2013. In der vergangenen Saison gewann die Crew aus Garching den „Best Pit Stop Award“ für die schnellsten Boxenstopps im Feld. Im kommenden Jahr ist für das BMW Team MTEK ein umfangreiches Test- und Entwicklungsprogramm im Hinblick auf den WEC-Einstieg von BMW geplant.

BMW-Motorsportdirektor Marquardt bedankte sich sowohl bei Lamm als auch bei Knoors: „Ich danke sowohl Charly Lamm als auch Ernest Knoors sowie ihren Crews für ihren Einsatz in den vergangenen DTM-Saisons – und freue mich gleichzeitig auf die vielen weiteren Rennen, die wir gemeinsam bestreiten werden.“

Dezember 5, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Motorsport meets Sindelfingen

Mercedes meets Sindelfingen (c)Mercedes

„DANKE!“ Dieser Botschaft hatten sich Formel 1-Champion Nico Rosberg, Teamkollege Lewis Hamilton und ihr Silberpfeil-Team an diesem Samstag mit ganzem Herzen verschrieben. Nach dem erfolgreichen Triple-Gewinn in der Fahrer- sowie der Konstrukteurs-WM in der zurückliegenden Formel 1-Saison war es an der Zeit, sich bei ihren Mercedes-Benz Kollegen für die riesige Unterstützung der vergangenen Jahre zu bedanken. Rosberg nutzte zudem die Gelegenheit, um sich nach der Bekanntgabe seines Rücktritts am gestrigen Freitag von seinen Mercedes-Benz Kollegen zu verabschieden. Mit dabei waren auch alle acht Mercedes-DTM-Piloten.

16.500 Mitarbeiter kamen am Samstag der Einladung ins Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen nach, um dort mit dem frisch gebackenen Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg, dem dreimaligen Champion Lewis Hamilton sowie dem gesamten Silberpfeil-Team den Gewinn des WM-Triples in der Formel 1 zu feiern. Ganz getreu dem Motto „Motorsport meets Sindelfingen“ bekamen die Mitarbeiter und deren Familien im Verlauf des Nachmittags Rennsport-Flair pur geboten.

So konnten sich die Teilnehmer des Boxenstopp-Wettbewerbs selbst im Reifenwechseln üben und dabei erleben, was für eine Höchstleistung die Boxencrews an jedem Rennwochenende vollbringen, wenn sie die vier Reifen binnen zwei Sekunden wechseln. Wer lieber selbst am Lenkrad Platz nehmen wollte, konnte sein Können im DTM-Rennsimulator unter Beweis stellen. In interessanten Interviewrunden gaben die Piloten und Teamverantwortlichen zudem spannende Einblicke ins Fahrerlager-Leben. Alle Mercedes-DTM-Piloten hatten ihren Spaß, wie stellvertretend DTM-Reservepilot Maro Engel twitterte.

Maro Engel twitterte aus Sindelfingen (c)Engel

Der Höhepunkt des Tages waren die Demonstrationsrunden auf der Einfahrbahn in Sindelfingen. Dabei kamen unter anderem die Formel 1-Weltmeisterautos von 2014 und 2016 sowie verschiedene DTM- und Kundensport-Fahrzeuge wie der Mercedes-AMG GT3 zum Einsatz. Am Steuer nahmen neben den Formel 1-Stars Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Pascal Wehrlein und Esteban Ocon auch alle Mercedes-AMG DTM-Piloten sowie Nachwuchstalente wie Maximilian Günther und Mick Schumacher Platz.

Dezember 5, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Spengler und Farfus freuen sich auf BMW M6 GTLM Art Car für 24h Daytona

BMW Tests mit Farfuß und Spengler (c)BMW

Augusto Farfus (links) und Bruno Spengler wird im Januar eine besondere Ehre zuteil. Sie werden neben Bill Auberlen und Alexander Sims zu jenen Fahrern gehören, die bei den 24 Stunden von Daytona in Florida am Steuer des 19. BMW Art Car Platz nehmen. Der vom US-amerikanischen Künstler John Baldessari gestaltete BMW M6 GTLM wurde in der vergangenen Woche auf der Art Basel in Miami/Florida vorgestellt. Am Rande der DTM-Testfahrten in Jerez de la Frontera sprachen Spengler und Farfus über das BMW Art Car, Daytona und die DTM-Tests.

Bruno, Augusto, ist es etwas Besonderes, in Daytona das 19. BMW Art Car zu fahren?

Bruno Spengler: „Für mich ist es das erste Mal überhaupt, dass ich ein BMW Art Car fahren darf. Deshalb ist es für mich in jedem Fall etwas ganz Besonderes und eine große Ehre. Die Geschichte der BMW Art Cars ist lang, und ich freue mich sehr darauf, in Daytona ein kleiner Teil dieser Geschichte zu werden.“

Augusto Farfus: „Wenn du ein BMW Art Car fährst, fährst du ein Kunstwerk. Unsere BMW Rennfahrzeuge allein sind schon kunstvolle Einzelstücke. Wenn diese dann auch noch von einem Künstler gestaltet werden, macht es sie umso spezieller. Es ist toll für mich, in Daytona an der BMW Art Car Historie teilhaben zu können.“

Welchen Stellenwert haben die 24 Stunden von Daytona?

Farfus: „Für mich ist das ein wirklich sehr cooles Rennen. Man eröffnet dort das Motorsport-Jahr in einer großartigen Atmosphäre und mit einem großartigen Team. Sportlich waren wir schon nah am ganz großen Triumph dran und sind Zweite geworden. Vielleicht gelingt uns ja 2017 der ganz große Wurf.“

Spengler: „Daytona hat für mich aus mehreren Gründen einen sehr hohen Stellenwert. Ich habe dort 2015 mein allererstes 24-Stunden-Rennen bestritten und quasi meine GT-Karriere begonnen. Zudem liegt der Termin des Rennens perfekt, da im Januar die DTM Pause macht und ich mich voll auf die 24 Stunden von Daytona konzentrieren kann. Ich mag die besondere Herausforderung der Strecke mit ihren stark überhöhten Kurven genauso wie die amerikanischen Fans und das BMW Team RLL. Alles ist dort etwas anders als in Europa. Diese Abwechslung gefällt mir sehr.“

Sie beide haben in dieser Woche die Testfahrten im BMW M4 DTM für die Saison 2017 fortgesetzt. Wie ist es gelaufen?

Spengler: „Die Arbeit am Auto für die Saison 2017 macht sehr viel Spaß. Dadurch, dass alle Hersteller neue Fahrzeuge entwickeln, ist die Abstimmungsarbeit für uns Fahrer eine spannende Herausforderung. Da die Testmöglichkeiten begrenzt sind, freue ich mich über jeden Tag, den ich im BMW M4 DTM verbringen kann.“

Farfus: „Für mich als Fahrer ist es extrem wichtig, durch solche Tests oder auch den Renneinsatz in Daytona im Rhythmus zu bleiben. Ich kann mich im Winter zwar mit Sport fit halten, aber die Zeit im Auto und das Fahrgefühl, das ich dabei empfinde, sind unverzichtbar. Man sagt einem Tennisspieler ja auch nicht, dass er einige Monate seinen Schläger nicht benutzen darf. Genauso ist es bei einem Rennfahrer mit seinem Rennfahrzeug.“

Dezember 2, 2016
von Erich Hirsch
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DTM: Das offizielle DTM-Jahrbuch 2016 im Handel erhältlich

dtm_jahrbuch(c)DTM

Für die DTM-Fans, die auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sind, gibt es jetzt das offizielle DTM-Jahrbuch 2016 im Handel. Die DTM-Saison 2016 bereicherte die seit 1984 andauernde Historie der Serie um ein weiteres spektakuläres Kapitel. Marco Wittmann setzte sich in einem spannenden Kampf gegen Edoardo Mortara durch und ließ sich nach 2014 zum zweiten Mal in seiner Karriere als DTM-Champion feiern. Jedes der 18 Rennen schrieb seine ganz eigene Geschichte. Das Rennformat sorgte für pures Racing und fand bei Fans und Fahrern großen Anklang. Die 24 Piloten lieferten Motorsport der Extraklasse und boten eine Saison, auf die der Blick zurück stets lohnenswert ist. Das offizielle DTM-Jahrbuch 2016 bietet dazu die perfekte Gelegenheit und ist ab sofort erhältlich.

Im DTM-Jahrbuch 2016 sind die besten Bilder, die spannendsten Geschichten, die Daten und Fakten der Saison zusammengetragen. 232 großformatige Seiten liefern einen stimmungsvollen, umfassenden Rückblick auf die abgelaufene Saison – eine bildgewaltige Zusammenfassung, die nicht nur den eingefleischten DTM-Fans viel Freude bereiten dürfte.

Das brandneue Jahrbuch der Saison 2016 ist nicht nur für echte Fans ein Highlight und darf in keiner Motorsportsammlung fehlen. Es ist im DTM-Shop oder im Buchhandel unter der Bestellnummer ISBN 978-3-928540-87-2 erhältlich. Der Preis beträgt 35 Euro.

Das DTM Jahrbuch 2016:
– 232 Seiten
– über 500 Farbfotos
– Format 235 x 330mm
– Deutscher Text
– ausführliche Ergebnisse und Statistiken
– gebunden, Hardcover

November 28, 2016
von Erich Hirsch
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Mattias Ekström und EKS gewinnen Teamtitel in der Rallycross-WM, Scheider starker Vierter

Mattias Ekström und EKS (c)Audi

Mattias Ekström und sein privates Rallycross-Team EKS sind Teamweltmeister in der FIA-Rallycross-WM. Nachdem der Schwede beim vorletzten Lauf der Saison vorzeitig den Fahrertitel gewonnen hatte, triumphierte EKS beim Saisonfinale im argentinischen Rosario.

„Mir fehlen die Worte – und das kommt selten vor“, sagte Ekström am Ende eines dramatischen Wochenendes in Argentinien. „Dieser Titel bedeutet dem Team und mir extrem viel. Er zeigt, dass wir alle zusammen fantastische Arbeit geleistet haben – nicht nur in diesem Jahr. Als wir vor drei Jahren mit EKS angefangen haben, gab es gar nichts. Jetzt sind wir Fahrer- und Teamweltmeister und viele Momente werde ich immer in Erinnerung behalten.“

Angeführt von Ekström und seinem Teamkollegen Toomas ‚Topi‘ Heikkinen, feierte das Team den Titel in Rosario ausgelassen. „Wir haben das Maximum rausgeholt und uns auch gegen die Werksteams von Peugeot und Ford durchgesetzt“, sagte der Schwede. „Ganz sicher wird die Rallycross-WM 2017 noch härter. Die Konkurrenz schläft nicht, aber ich liebe Herausforderungen und ich würde gerne versuchen, die beiden Titel zu verteidigen.“

EKS war mit 17 Punkten Vorsprung auf das Team Peugeot Hansen ins Saisonfinale gestartet. Dort überschlugen sich zunächst die Ereignisse: Nach sintflutartigen Regenfällen musste ein Vorlauf von Samstag auf Sonntag verschoben werden. Ekström und Heikkinen ließen sich von den Wetterkapriolen aber nicht beeindrucken und beendeten die Vorläufe auf den Rängen drei und neun. Damit sicherten sie sich genug Punkte, um sich gegen die Konkurrenz um den neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb durchzusetzen und den Titel bereits vor den Finalläufen zu feiern. Nach einem dramatischen Halbfinale fuhr Heikkinen im Finale auf Rang drei und bejubelte sein drittes Podium in diesem Jahr. Ekström wurde beim Saisonabschluss Fünfter. In der Gesamtwertung betrug der Vorsprung am Ende 35 Zähler.

Eine reife Leistung zeigte auch Ekströms Audi-DTM-Kollege Timo Scheider. Scheider, der bereits sporadisch Rennen zur Rallycross-WM bestritt,  wurde im Seat Ibiza von Muennich Motorsport Vierter.

Für EKS endet in Argentinien eine Saison, die das Team aus Schweden vom ersten Tag an dominiert hat. Seit dem Saisonauftakt in Portugal lag die Mannschaft in der Gesamtwertung an der Spitze und gab diese Führung bis zum Titelgewinn 225 Tage später nicht mehr ab. Gemeinsam gewannen Ekström und Heikkinen 44 ihrer insgesamt 131 Rennen. Viermal stand Ekström im Laufe der Saison ganz oben auf dem Podium, öfter als jeder andere Pilot in der Rallycross-WM 2016. Bei den 12 Läufen in Europa, Kanada und Argentinien feierte EKS fünf weitere Podestplätze – Höhepunkt war der Doppelsieg im Rahmen der DTM in Hockenheim.

Ekström reist nach den Feierlichkeiten in Südamerika unverzüglich zurück nach Europa. In Jerez de la Frontera nimmt der schwedische Doppelweltmeister in der kommenden Woche am nächsten DTM-Test teil. Aus Spanien geht es für den 38-Jährigen am Donnerstag weiter zum ARD-Morgenmagazin in Köln. „Dafür stelle ich mir auf jeden Fall den Wecker“, sagt Ekström mit einem Lächeln. „Nicht, dass ich den Termin verschlafe, wie zwei meiner DTM-Kollegen in diesem Jahr.“ Ekström mit einem kleinen Seitenhieb auf DTM-Champion Marco Wittmann.

Am selben Tag geht es noch weiter zur FIA-Preisverleihung nach Wien. In der Hauptstadt Österreichs wird für Ekström ein Traum wahr. „Seit ich Rennfahrer bin, war es mein größter Wunsch, bei dieser Zeremonie dabei zu sein und mit anderen Weltmeistern wie Sébastien Ogier und Nico Rosberg auf der Bühne zu stehen. Das wird ein einmaliges Erlebnis.“

November 27, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: DTM-Champion Wittmann absolviert ersten Test in Australien

Maro Wittmann in Australien (c)BMW

In Vorbereitung auf das 12-Stunden-Rennen von Bathurst, das am 5. Februar auf dem legendären „Mount Panorama Circuit“ ausgetragen wird, hat DTM-Champion Marco Wittmann in dieser Woche seine ersten Testkilometer auf dem Kurs im australischen Bundesstaat New South Wales absolviert.

Für Wittmann, der das Rennen gemeinsam mit Steve Richards und Mark Winterbottom im BMW M6 GT3 vom BMW Team SRM bestreiten wird, war es der erste Einsatz in Australien. „In erster Linie geht es uns darum, das Auto und die Strecke besser kennenzulernen und uns gut auf das Rennen im Februar vorzubereiten. Die Rundenzeiten kommen momentan noch an zweiter Stelle“, sagte Wittmann. Neben seinem Debüt in Bathurst hatte der BMW DTM-Pilot einen weiteren Grund zur Freude: Am Donnerstag feierte Wittmann seinen 27. Geburtstag.

Neben Wittmann wird auch DTM-Teamkollege Timo Glock das 12-Stunden-Rennen von Bathurst in Angriff nehmen.

November 24, 2016
von Erich Hirsch
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Mercedes: Maro Engel fährt den Young Driver DTM-Test in Jerez de la Frontera

Maro Engel,FIA GT World Cup 2016: Rang 3 für Mercedes-AMG beim FIA GT World Cup in Macau (c)Mercedes

Die DTM bestreitet ihre nächsten Testrunden. Test Nummer Drei ist nächste Woche angesagt. Nach Oschersleben und dem portugiesische Portimao steht in Jerez de la Frontera (Spanien) ein weitere Probelauf an, der sogenannte Young Driver DTM-Test. Im Mercedes-Team kommt der Formel-3-Nachwuchsfahrer Maximilian Günther und der frühere DTM-Pilot Maro Engel zum Einsatz. Engel, der beim Venturi-Team in der Formel E unter Vertrag steht, bestritt zuletzt für Mercedes den Macau-GP im GT-World Cup, den er mit Platz drei abschloß.

Über seinen Einsatz in Macau und den bevorstehenden DTM-Test in Jerez erzählt uns Engel im Interview.

Maro, hinter dir liegt in mehrerlei Hinsicht ein bemerkenswerter FIA GT World Cup in Macau. Wie fällt dein Resümee aus?

Maro Engel: „Ich bin wahnsinnig stolz auf das gesamte Team. Wir wussten schon im Vorhinein, dass die „Balance of Performance“ in diesem Jahr ziemlich hart für uns werden würde. Zudem war es natürlich eine Herausforderung, das neue Auto in so kurzer Trainingszeit perfekt auf die Strecke abzustimmen. Wir haben aber alles aus unserem Paket herausgeholt und das Auto super hinbekommen. Am Ende des Tages steht aber ein Rennen, das für alle Beteiligten unbefriedigend war. Es gab kaum Rennrunden und einen Sieger, der auf dem Dach lag. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. Ich hatte schon darauf gebaut, dass es am Sonntag noch mehr Möglichkeiten geben würde, um richtig anzugreifen.“

Was wäre denn unter normalen Umständen für dich drin gewesen?

Engel: „Macau ist immer etwas Besonderes. Wir hätten unter normalen Umständen auf der Geraden keine Chance gehabt, um anzugreifen. Aber auf dieser Strecke bieten sich im Rennverlauf immer wieder Möglichkeiten. Es ist jedoch schwierig, das genau zu sagen. Wir freuen uns darüber, erneut auf dem Podium gestanden zu haben. Es war unser dritter Podestplatz nach den zurückliegenden beiden Siegen. Es wäre aber schön gewesen, ein normales Rennen zu erleben und die Zielflagge auf der Strecke zu sehen.“

Mit welchen Erwartungen und Zielen gehst du den Young Driver DTM-Test in Jerez nächste Woche an?

Engel: „Zunächst einmal ist es schön, wieder diese Chance vom Team zu erhalten. Es macht jedes Mal wahnsinnig viel Spaß, mit den Jungs zusammenzuarbeiten. Natürlich möchte ich einen positiven Test fahren. Auch wird es interessant, die Daten meines Autos mit denen des aktuellen Fahrzeugs zu vergleichen. Mein Ziel ist es, dem Team so viel wie möglich zu helfen und dabei eine gute Performance abzuliefern.“

November 24, 2016
von Erich Hirsch
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DTM-Saison 2017 startet mit zwei Highlights

Motorsports / DTM 1. race Hockenheimring, GER (c)DTM

Die DTM hat ihre ersten beiden Renntermine für 2017 bekanntgegeben. Am ersten Maiwochenende startet die DTM auf dem Hockenheimring in die neue Saison. Beim ersten, bereits jetzt mit Spannung erwarteten Kräftemessen von Audi, BMW und Mercedes-AMG nach der Winterpause werden die neuen DTM-Autos im Mittelpunkt stehen – aber nicht nur: die Rallycross Weltmeisterschaft (WRX) wird wiederum das Rahmenprogramm bereichern, womit die Zuschauer einmal mehr die ganze Palette des Motorsports an einem Wochenende zu sehen bekommen.

Der Startschuss zur DTM-Saison 2017 fällt vom 5. bis 7. Mai traditionsgemäß auf dem Hockenheimring. Auf dem anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitskurs werden die 18 DTM-Piloten die beiden ersten von insgesamt 18 Rennen des kommenden Jahres bestreiten. Wie in den vergangenen beiden Jahren werden beim Auftakt auch die Piloten der Rallycross Weltmeisterschaft erneut für Aufsehen sorgen und die Zuschauer mit ihren harten Zweikämpfen begeistern. Mit von der Partie ist dann auf jeden Fall der frisch gebackene Rallycross Weltmeister und Audi-Pilot Mattias Ekström. Eine Mischung, die sich bewährt hat und den Fans am Hockenheimring auch im Jahr 2017 ein tolles Programm bescheren wird.

Bereits zwei Wochen später kommt es zu einer Neuauflage des Motorsportfestivals auf dem Lausitzring, bei dem die Fans die neuen DTM-Fahrzeuge zusammen mit den Sportwagen des ADAC GT Masters zu sehen bekommen. Die Ticketpreise bleiben im kommenden Jahr unverändert attraktiv: Bereits ab 10 Euro können Fans die DTM live erleben. Tickets für die ersten beiden Veranstaltungen der DTM 2017 gibt es ab Freitag, 15:00 Uhr online unter www.dtm.com/tickets. Ein Blackfriday für die DTM-Fans.

Erstmals seit vielen Jahren trugen ADAC GT Masters- und DTM-Piloten im vergangenen Sommer ein gemeinsames Rennwochenende aus – das Motorsportfestival auf dem Lausitzring wurde ins Leben gerufen. Ein Konzept, das bei den Fans und Besuchern sehr großen Zuspruch fand. Daher lag es auf der Hand, dass sich die Verantwortlichen der beiden Serien auf eine Wiederholung geeinigt haben. So werden die DTM und das ADAC GT Masters vom 19. bis 21. Mai gemeinsam mit weiteren Serien auf dem Lausitzring gastieren – für die DTM-Piloten werden es die Rennen drei und vier des Jahres 2017 sein.

Die finale Planung für die übrigen sieben DTM-Termine des kommenden Jahres läuft. Sobald die Termine und Austragungsorte feststehen, wird der offizielle DTM-Rennkalender 2017 veröffentlicht.

November 20, 2016
von Erich Hirsch
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BMW: Wittmann und Glock feiern Premiere in Bathurst

Timo Glock_BMW(c)BMW

Down Under ruft. DTM-Champion Marco Wittmann und sein BMW-Markenkollege Timo Glock gehen 2017 beim legendären 12-Stunden-Rennen von Bathurst in Australien an den Start. Sie verstärken das BMW Team SRM, das 2016 mit dem BMW M6 GT3 die komplette Saison in der Australian GT Championship absolviert hat. Wittmann wird sich am Steuer der Startnummer 100 mit Teamchef Steve Richards und dem noch amtierenden V8-Supercars-Champion Mark Winterbottom abwechseln. Glock bestreitet den Langstreckenklassiker im Schwesterauto mit der Nummer 7. Ihm zur Seite stehen die australischen Motorsport-Legenden Mark Skaife, Russell Ingall und Tony Longhurst.

Sowohl für Wittmann als auch für Glock wird es der erste Auftritt auf dem Mount Panorama Circuit sein. „Es ist extrem aufregend, bei den 12 Stunden von Bathurst zu starten“, sagt Wittmann. „Ich war bisher noch nie in Australien, deshalb warten sehr viele neue Eindrücke auf mich, auf die ich mich sehr freue. Die Strecke kenne ich bisher nur von der Spielkonsole. Sie ist legendär und wird ganz sicher extrem viel Spaß machen. Ich kann es kaum erwarten, dort meine ersten Runden im BMW M6 GT3 zu drehen.“

Glock ergänzt: „Es ist großartig, nach einigen Jahren Pause wieder in Australien Rennen zu fahren. Ich liebe Land und Leute und bin zu den Formel-1-Rennen immer eine Woche früher angereist, um ein wenig Sightseeing zu machen. Der Australien-GP in Melbourne war mein Lieblingsrennen. In Bathurst bin ich bisher noch nie gefahren, aber der Kurs in den Blue Mountains ist legendär. Ich freue mich riesig auf die Herausforderung und mein erstes Rennen im BMW M6 GT3.“